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Einspruchsfrist läuft am Donnerstag ab

Wer hat noch etwas vorzubringen beim Ausbau der B 207 auf vier Spuren:

Einspruchsfrist läuft am Donnerstag ab

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FEHMARN - Von Heiko Witt - Wer noch etwas gegen den Ausbau der B 207 auf vier Spuren vorzubringen hat, möge es bis Donnerstag tun - oder für immer schweigen.

© Foto: Heiko Witt/F24

In Heiligenhafen wird fließig gearbeitet am ausbau der B 207. Bald soll es weitergehen über Großenbrode bis nach Puttgarden.

Der Kreistagsabgeordnete Hartmut Specht von der Freien Wählergemeinschaft möchte die Fehmaranerinnen und Fehmaraner noch einmal ausdrücklich ermuntern, ihre Einwände und Bedenken auch wirklich beim Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) vorzubringen. Die Frist läuft am 15. Dezember ab.

Tatsache jedenfalls ist, dass das Planfeststellungsverfahren die letzte Möglichkeit der Bürgerinnen und Bürger ist, sich einzubringen. Wie hatte es die Projektleiterin des LBV, Britta Lüth, in der Infoveranstaltung am 4. Oktober wörtlich formuliert: "Sonst ist das Verfahren für Sie beendet." 

"Ich fordere einen vollständigen vierspurigen Ausbau der E 47 mit vorrangigem Ausbau der Sundquerung", hat Hartmut Specht diese Forderung beim LBV bereits schriftlich eingereicht. "Ordentlich oder gar nicht", sei die Beltquerung zu bauen, so der Kreispolitiker. Er weist darauf hin, dass seit Einrichtung der Windwarnanlage vor zwei Jahren es zu 27 Vollsperrungen und weit über 200 Teilsperrungen (für leere Lkw und Pkw mit Anhängern) gekommen sei.

Möglicherweise werden die Bürger in diesem Punkt nicht mehr sehr aktiv, denn die Stadt Fehmarn und das Dialogforum haben sich in ihren offiziellen Stellungnahmen bereits eindeutig dafür ausgesprochen, dass es vierspurig auch über den Sund gehen soll - ob durch Aus- oder Neubau. Beide fordern zudem, dass die Bahn AG die Ergebnisse ihres Belastungstests aus dem vergangenen Jahr endlich vorlegen soll.

Einiges spricht indes dafür, dass Bürger sich einbringen, wenn es um einen bereits feststehenden Nachteil der Beltquerung geht. Bekanntlich wird bei Heiligenhafen der Postkarten-Panoramablick durch die Lärmschutzwälle zugestellt werden. Und nun sollen ja auch noch vier Meter hohe Fledermausüberflughilfen bei Großenbrode folgen.

In der Bürgersprechstunde vor dem zweiten Dialogforum haben Bürger vorgebracht, dass die Suche nach Alternativen sichergestellt sein müsse - wie zum Beispiel der Einsatz von Maschendrahtzäunen. Noch besser sei es, die Fledermäuse einfach umzusiedeln, wurde dem Sprecher des Dialogforums, Dr. Christoph Jessen, aufgeschrieben.

Außerdem haben Bürger darum gebeten, die Gutachten über den Einfluss auf den Tourismus oder die Gefahr durch Sedimentfahnen durch die Bauarbeiten noch einmal einer Überprüfung zu unterziehen.

Hartmut Specht bleibt am Ball, was sein Lieblingsthema angeht. Ein weiterer Nachteil durch die Beltquerung ist nämlich der Wegfall des internationalen Fernzugverkehrs für die Fehmaraner nach dem Wegfalls des Bahnhofes in Puttgarden. Specht will immer noch erreichen, dass neben dem Nahverkahrs-Haltepunkt in Burg auch noch ein Fernzug-Halt an der Bahntrasse Hamburg-Kopenhagen berücksichtigt wird.

Es gibt nach vie vor viele, viele weitere Fragen wie die Regelungen an den Abfahrten Avendorfer Brücke und Burg-Amalienhofener Brücke ohne Ersatzbauten. Hier fordern Stadt Fehmarn und Dialogforum Simulationen wie sie bei der Sundbrücke bereits erfolgten, mit dem Ergebnis, dass es Staugefahr gebe. Oder die fragliche Neuanpflanzung nach der Abholzung aller Bäume und Gehölze. Neu angeplanzt werden soll bei Wulfen, jedoch nicht wieder an der Straße, so dass einige vor einer "kahlen Rennbahn" warnen.

Der LBV tut sich schwer, zusätzlichen Geldausgaben zuzustimmen. Die gesamt Maßnahme Großenbrode-Fehmarn kostet immerhin 94 Millionen Euro.

Für verantwortungslos hält Hartmut Specht die Verkehrszulassung für die bis zu 25,25 Meter langen Gigaliner im sturmanfälligen Sundbrückenbereich.

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