Fragen zur Situation nach den Erdbeben in der Emilia-Romagna

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    • 11.06.12
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Emilia-Romagna: Wer kommt, hilft der Region

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Die Erde hat in den letzten beiden Wochen rund um Modena und Bologna kräftig gerumpelt. Dramatische Bilder erreichten uns in den Fernsehnachrichten, bis jetzt wurden 24 Tote gezählt.

© AP/Borgia

In Trümmern: Die Kirche von Mirandola wurde beim Erdbeben stark beschädigt.

Da fragen sich viele, die heuer eigentlich in dieser Region Urlaub machen wollten oder Badeferien an der Adria planten, ob sie in diesem Sommer überhaupt dorthin fahren können. Wir sprachen mit Christine Hübner von der Italienischen Zentrale für Tourismus ENIT über die Situation in der Emilia-Romagna.

Ist die Fahrt über die Autobahnen Brenner-Modena und Modena-Rimini problemlos möglich?

Christine Hübner: Ja!

Sind touristische Ziele und Sehenswürdigkeiten von den Erdbeben betroffen? Wenn ja – mit welchen Einschränkungen muss man rechnen?

Von den Erdbeben in der Emilia-Romagna waren lediglich das Gebiet zwischen Mantua und Modena, insbesondere die Orte Mirandola, Finale Emilia und San Felice, betroffen. Der überwiegende Teil der Region ist nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Nur wenige touristische Sehenswürdigkeiten sind beschädigt oder zurzeit aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Stadt Ferrara hat auf ihre Website eine Liste aller geschlossenen und geöffneten Sehenswürdigkeiten gestellt: www.ferrarainfo.com/de/coming-soon. Das Museum „Galleria Ferrari“ in Modena ist geöffnet.

Gibt es Probleme bei den Unterkünften? Wie ist die allgemeine Versorgungslage?

Nein. Die Hotels sind geöffnet und es gibt keine Versorgungsprobleme.

Sind die Badeorte an der Adria von den Folgen der Erdbeben betroffen?

Absolut nicht. Es gibt keinerlei Schäden an der touristischen Infrastruktur der Adriaküste. Alle öffentlichen Verkehrswege in diesem Gebiet sind frei, und die Zug- und Flugverbindungen laufen ohne Beeinträchtigungen.

Ist es sinnvoll, in diesem Sommer Urlaub in der Emilia-Romagna zu machen, um der Wirtschaft in der Region zu helfen, oder sollte man besser nicht dorthin fahren – Stichwort Katastrophentourismus?

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region, und es nutzt niemandem, wenn jetzt Reisen an die Adriaküste beziehungsweise in die Emilia-Romagna aus Unsicherheit storniert werden. Die Urlauber, die kommen, leisten einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau in anderen Gegenden der Region. Die Situation ist absolut unter Kontrolle und auch die Nachbeben beschränkten sich auf das bereits erwähnte Gebiet im Hinterland. Es versteht sich aber von selbst, dass Urlauber sich vor Reiseantritt über ihre Destination informieren sollten.

Interview: Volker Pfau

Infos für Reisende Telefon-Hotline des Tourismusministeriums unter 00 39/039 03 90 39 (auch auf Deutsch), im Internet www.emilia ­romagnaturismo.it/ (auch auf Deutsch).

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