Im Natural History Museum in
London wurde soeben eine Sonderausstellung eröffnet. Hier lässt sich spüren, was für ein Mensch dieser Charles Darwin war, wie er lebte und arbeitete, und welchen Aufruhr er in seiner Zeit verursachte.
In Shrewsbury kam Darwin am 12. Februar 1809 zur Welt. Das Städtchen lässt sich gut zu Fuß erschließen. Der Weg führt dabei zum Beispiel zu Darwins Internat, auf das er nach dem Tod seiner Mutter mit neun Jahren geschickt wurde. Der kleine Charles spazierte im Park am Fluss Severn oder in der Umgebung und sammelte allerlei Getier oder angelte. Darwins Geburtshaus ist heute Sitz einer Statistikbehörde und für Besucher geschlossen.
Auf dem Weg zurück nach London ist ein Halt in Oxford angebracht. Denn Darwins Leben ist ohne den gesellschaftlichen Hintergrund seiner Forschung nur halb so spannend. Nachdem er 1859 seine Theorie in „The Origin of Species“ veröffentlicht hatte, kam es im Juni 1860 zu der ersten Auseinandersetzung zwischen Wissenschaft und Kirche. Im University Museum in Oxford lieferten sich Darwins Verteidiger Thomas Huxley und Bischof Samuel Wilberforce ein hitziges Gefecht.
Fast 150 Jahre später kommen am 12. Februar 2009 im jetzigen University Museum of Natural History der renommierte Darwinist und bekennende Atheist Richard Dawkins und der derzeitige Bischof von Oxford, Richard Harris , zu einer öffentlichen Debatte zusammen. Die Diskussion zwischen Darwin- Fans und Anhängern der christlichen Schöpfungsgeschichte hallt auch heute noch nicht nur in dem Museum in Oxford wider, sondern auf der ganzen Welt.
Annette Reuther


© dpaIn Shrewsbury steht noch das Pub-Hotel „The Lion“, von dem aus Charles Darwin zu seiner Forschungsreise mit dem Schiff „Beagle“ aufbrach.





