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    • 05.07.12
    • Fehmarn
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Antonie Schwirz wird Sonderschulrektorin an der Albert-Mahlstedt-Schule in Eutin

Eine neue Herausforderung

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Fehmarn - FEHMARN · 19 Jahre lang hat sich Antonie Schwirz auf der Insel um Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf gekümmert. Am 1. August tritt die 53-jährige Lehrerin ihre neue Stelle als Sonderschulrektorin an der Albert-Mahlstedt-Schule in Eutin an. Dort löst sie Helmut Techan ab, der nach 16 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand im Juni gegangen ist.

Nach 19 Jahren auf Fehmarn zieht es Antonie Schwirz beruflich nach Eutin. Sie wird ab dem 1. August Sonderschulrektorin an der Albert-Mahlstedt-Schule. ·

© Foto: lb

Nach 19 Jahren auf Fehmarn zieht es Antonie Schwirz beruflich nach Eutin. Sie wird ab dem 1. August Sonderschulrektorin an der Albert-Mahlstedt-Schule. ·

   Nach ihrem Abitur in Hamburg 1978 studierte Antonie Schwirz fünf Jahre lang in Kiel. Anschließend erhielt sie eine Stelle an einem Förderzentrum in St. Peter-Ording. Zwei Jahre lang war sie in Büsum tätig. Nach zehn Jahren an der Westküste wollte sie wieder in Richtung Ostsee. Sie hatte Glück mit ihrer Bewerbung als Schulleiterin an der damaligen Klaus-Groth-Schule in Burg. „Es hat gleich geklappt“, berichtete sie. Im Januar 1993 trat sie die Stelle am Förderzentrum an. Vier Kinder in Puttgarden wurden damals auf der Insel integrativ beschult. Mittlerweile habe das Förderzentrum einen hohen Anteil an integrativ geförderten Kindern. Schulleiterin war sie bis zur Auflösung der Klaus-Groth-Schule im August 2009. Das Förderzentrum wurde in die Inselschule integriert. An der Inselschule erhielt sie aus dienstlichen Gründen die Stelle einer kommissarischen Koordinatorin bis eine ihrer Besoldung entsprechende Stelle frei wurde. Die Aufgaben zwischen Schulleiterin und Koordinatorin seien gleich geblieben: Die Beschulung von Förderkindern, präventive Aufgaben, Unterstützung der Grundschulen in der Eingangsphase sowie Beratungstätigkeiten bei verhaltensauffälligen Kindern. „Das Bild des Sonderschullehrers hat sich gewandelt“, erklärt Antonie Schwirz. Früher habe es Sonderschulen mit vielen Kindern gegeben, heute gelte es, möglichst viele Kinder in den Regelschulbetrieb zu integrieren. Hier wünschen sich die Regelschullehrer möglichst eine doppelte Besetzung. 1,5 Stunden pro Kind würden hierfür angesetzt werden. „Das Kind muss man im Blick haben und sich von den Zahlen lösen“, so Schwirz weiter. Die Inklusion sei der richtige Weg. Das Förderzentrum habe maßgeblich am Konzept der Inselschule mitgearbeitet. Der Artikel 24 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen werde an der Inselschule voll umgesetzt: „Niemand darf vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden, es besteht ein individueller Rechtsanspruch auf gemeinsamen Unterricht.“ Es seien einheitliche Regeln des Zusammenlebens verankert worden, die von den Eltern akzeptiert werden. „Die soziale Kompetenz nimmt einen hohen Stellenwert ein“, erläutert die zukünftige Rektorin weiter. So habe die Inselschule unter anderem Schülerstreitschlichter eingeführt. Dies wolle Antonie Schwirz auch mit nach Eutin nehmen. In der Kreisstadt wurde sie offen und herzlich durch das über 20-köpfige Kollegium aufgenommen. Der Stundenplan fürs nächste Schuljahr wurde geschrieben: „Das war eine Menge Arbeit, da ich in Eutin mehr als fünf Planstellen zur Verfügung habe.“ Sie habe die Schule kennen gelernt, sei gespannt auf die Kinder und freue sich auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen und Kooperationsschulen. Die letzten Kisten in der Inselschule habe Antonie Schwirz gepackt, doch ein Umzug nach Eutin sei derzeit nicht geplant. Sie will täglich pendeln. Die Albert-Mahlstedt-Schule ist noch ein eigenständiges Förderzentrum mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“.

„Ich habe gerne auf der Insel gearbeitet, weil wir hier viel für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf bewegen konnten. Die gemeinsame Beschulung ist der richtige Weg“, so Antonie Schwirz abschließend. · lb

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