Die regionale Wirtschaft möchte natürlich profitieren von der Fehmarnbeltquerung. So hat sich die Dienstleistungsfirma Baltic Facility Solutions mit Sitz in Schashagen gegründet, die alle nur erdenklichen Dienstleistungen für die Tunnel-Baustelle erbringen möchte. Es beteiligt sich von der Insel Fehmarn der Metallbauer Grebien.
Auf deutscher Seite bei Puttgarden ist zurzeit eine vergleichsweise kleine Baustelle vorgesehen (Femern A/S sagt, es werden 250 Arbeitsplätze, Baltic FS hofft auf 500). Die Wirtschaft und die schwarz-gelbe Regierung bedauerten, dass Fehmarn eine größere Produktionsstätte abgelehnt hatte. Die große Produktionsstätte bekommt nun bekanntlich Rødby.
Insgesamt geht die Wirtschaft von 2500 Arbeitsplätzen am Bauwerk aus. Um ein Gefühl für die Dimension zu bekommen, reisten nun insgesamt 50 deutsche und dänische Unternehmen an den Øresund, wo es zwischen Malmö und Kopenhagen eine Querung gibt, teils Brücke, teils Tunnel. Die sogenannte „Fact Finding Tour“ wurde von der Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH, Femern Belt Development und der IHK zu Lübeck veranstaltet.
Poul Poulsen, Inhaber des Unternehmens PP Consult, erläuterte anschaulich, welche Herausforderungen von den kleinen und mittelständischen Unternehmen gemeistert worden seien. So mussten geeignete Lieferanten für die benötigten Baumaterialien und innovative Detaillösungen im Team mit anderen Auftragnehmern gefunden werden. Außerdem riet Poulsen den Unternehmen, sich rechtzeitig auf die Vergabe von Aufträgen vorzubereiten. Nach Bekanntgabe der Ausschreibung bleibe nur noch wenig Zeit. Es müssten bereits heute Netzwerke gebildet werden.
Der Besuch der künstlich geschaffenen Øresund-Insel Peberholm, die als Verbindungsstelle zwischen Brücke und Tunnel errichtet wurde, bot nicht nur einen einzigartigen Blick auf das zehn Kilometer lange Querungsbauwerk, sondern es wurden unter fachkundiger Leitung von Henrik Køster vom Øresundsbro Consortiet die Bauphasen des Projektes dargestellt. Ziel des von der EU geförderten Belt Trade-Projektes ist es, die Fehmarnbelt-Region und ihre Unternehmen aktiv zu vermarkten, neue Wirtschaftskraft für die Region zu generieren und eine anhaltende und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.











