"Gefühl für die Dimension bekommen"

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    • 16.06.12
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50 deutsche und dänische Unternehmer besichtigten die Öresundquerung als erfahrung für die Fehmarnbeltquerung:

"Gefühl für die Dimension bekommen"

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KOPENHAGEN/RÖDBY/FEHMARN - Rund 50 deutsche und dänische Unternehmer besuchten die im Jahr 2000 eröffnete Øresundquerung, um ein Gefühl für die Dimension der Festen Fehmarnbeltquerung zu bekommen. Die Produktionsstätte bei Rødby wird 600 Fußballfelder groß sein.

Rund 50 Unternehmer aus Dänemark und Deutschland besichtigten die Øresundquerung (teils Brücke, teils Tunnel), um ein Gefühl für die Dimension der Fehmarnbeltquerung zu bekommen.

Die regionale Wirtschaft möchte natürlich profitieren von der Fehmarnbeltquerung. So hat sich die Dienstleistungsfirma Baltic Facility Solutions mit Sitz in Schashagen gegründet, die alle nur erdenklichen Dienstleistungen für die Tunnel-Baustelle erbringen möchte. Es beteiligt sich von der Insel Fehmarn der Metallbauer Grebien.

Auf deutscher Seite bei Puttgarden ist zurzeit eine vergleichsweise kleine Baustelle vorgesehen (Femern A/S sagt, es werden 250 Arbeitsplätze, Baltic FS hofft auf 500). Die Wirtschaft und die schwarz-gelbe Regierung bedauerten, dass Fehmarn eine größere Produktionsstätte abgelehnt hatte. Die große Produktionsstätte bekommt nun bekanntlich Rødby.

Insgesamt geht die Wirtschaft von 2500 Arbeitsplätzen am Bauwerk aus. Um ein Gefühl für die Dimension zu bekommen, reisten nun insgesamt 50 deutsche und dänische Unternehmen an den Øresund, wo es zwischen Malmö und Kopenhagen eine Querung gibt, teils Brücke, teils Tunnel. Die sogenannte „Fact Finding Tour“ wurde von der Wirtschaftsförderung Lübeck GmbH, Femern Belt Development und der IHK zu Lübeck veranstaltet.

„Wir wollen von den Erfahrungen, die die dänischen Unternehmen mit den Querungen über den Großen Belt und den Øresund gesammelt haben, lernen“ sagt Manfred Braatz, Referent der IHK zu Lübeck. Die Teilnehmer besichtigten den ehemaligen Bauhafen für die Tunnelelemente der Øresund-Querung im Kopenhagener Norderhafen. Die Produktionshalle, in der zwischen 1995 und 1999 insgesamt 20 Tunnelelemente gefertigt wurden, vermittelte einen Eindruck von den Dimensionen der geplanten Produktionsstätte bei Rødby. Diese wird rund viermal so groß ausfallen und eine Fläche von etwa 600 Fußballfeldern einnehmen.

Poul Poulsen, Inhaber des Unternehmens PP Consult, erläuterte anschaulich, welche Herausforderungen von den kleinen und mittelständischen Unternehmen gemeistert worden seien. So mussten geeignete Lieferanten für die benötigten Baumaterialien und innovative Detaillösungen im Team mit anderen Auftragnehmern gefunden werden. Außerdem riet Poulsen den Unternehmen, sich rechtzeitig auf die Vergabe von Aufträgen vorzubereiten. Nach Bekanntgabe der Ausschreibung bleibe nur noch wenig Zeit. Es müssten bereits heute Netzwerke gebildet werden.

Der Besuch der künstlich geschaffenen Øresund-Insel Peberholm, die als Verbindungsstelle zwischen Brücke und Tunnel errichtet wurde, bot nicht nur einen einzigartigen Blick auf das zehn Kilometer lange Querungsbauwerk, sondern es wurden unter fachkundiger Leitung von Henrik Køster vom Øresundsbro Consortiet die Bauphasen des Projektes dargestellt. Ziel des von der EU geförderten Belt Trade-Projektes ist es, die Fehmarnbelt-Region und ihre Unternehmen aktiv zu vermarkten, neue Wirtschaftskraft für die Region zu generieren und eine anhaltende und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

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