Wie bereits gestern aktuell berichtet, hat Fehmarn visionäre Pläne für den Binnensee vom Yachthafen Burgstaaken (mit Ferienhäusern auf dem Wasser) bis zur Tiefehalbinsel mit dem Südstrand. Gegen das Projekt „De Hoben“ haben Einwohner Neue Tiefes über die Interessengemeinschaft „De Hoben“ längst Widerspruch eingelegt, geht auch aus einer Stellungnahme im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung hervor.
Die Stadt erklärt dazu, das Projekt weiter unterstützen zu wollen, obwohl es nicht in den Flächennutzungsplan aufgenommen worden sei. Außerdem ging es im Bauausschuss um die überall auf den Campingplätzen Fehmarns geplanten Mini-Ferienhäuser – der Bauausschuss empfiehlt der am kommenden Donnerstag (21. Juni) tagenden Stadtvertretung, den Gesamt-Flächennutzungsplan, in dem die Campinghäuser ein wichtiger Bestandteil sind, zu verabschieden.
Ende Mai fand ein Gespräch im Fachbereich Planung, Bau und Umwelt des Kreises Ostholstein statt. Bauamtsleiter Burkhard Naß musste in die Höhle des Löwen, ihm saßen unter anderen Baudezernent Bernd Straßburger und der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde (UNB), Joachim Siebrecht, gegenüber.
Eine eingeschränkte Beteiligung potenziell betroffener Bürger fand für einen Teilbereich Bisdorfs statt, weil das Hofcafé am südwestlichen Ortsrand einen Parkplatz errichten möchte.
Femern A/S macht Windkraft-Pläne der Stadt unmöglich
Dass die Windkraft-Eignungsflächen südlich des Windparks Presen und westlich der B 207 zwischen Todendorf und Gammendorf gestrichen worden sind (wir berichteten), missfällt der Stadt Fehmarn.
Übrigens gab es nicht nur Einwendungen von Femern A/S, die Planungshoheit für den Beltquerungsbau genießt, sondern auch von der Wehrbereichsverwaltung Nord, weil der Horchposten Marienleuchte durch die Windräder gestört werden würde.
„Damit ist die Umsetzung des Repowering-Vorhabens Burgstaaken und der Ersatzbau für die im Windpark Presen durch die Beltquerung wegfallenden Anlagen unmöglich gemacht“, hieß es in der Tischvorlage der Stadt im Bauausschuss. Die Projekte könnten erst nach dem Planfeststellungsbeschluss, der 2015 zu erwarten sei, umgesetzt werden.
Dieser Zeitraum sei für die Stadt in keiner Weise akzeptabel. Für Ende Juni strebt die Stadt ein Gespräch mit Femern A/S und der Landesplanung an. Dabei ist es Zielrichtung der Stadt, dass Femern A/S den Suchraum frei gibt, der südlich des Kreuzungspunktes der westlichen Trassenvariante mit der B 207 liegt. Alternativ will die Stadt doch noch einmal die für den Bürgerwindpark vorgesehenen Flächen im Norden anmelden.









