80. Jahrestag des Niobe-Unglückes

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    • 27.07.12
    • Fehmarn
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Marineverein gedachte den am 26. Juli 1932 im Fehmarnbelt ertrunkenen 69 Seeleuten

80. Jahrestag des Niobe-Unglückes

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GAMMENDORF - Der Marineverein der Insel Fehmarn hatte Vertreter von Vereinen, Verbänden, Gilden, der Bundesmarine, der Wasserschutzpolizei und aus der Politik zu der jährlich stattfindenden Gedenkfeier am Jahrestag des Unterganges des Segelschulschiffes Niobe am Niobe-Ehrenmal am Gammendorfer Strand eingeladen.

© Fehmarn24/ga

Gemeinsamer Marsch am Gammendorfer Strand zum Niobe-Denkmal.

© Fehmarn24/gaAm Ehrenmal wurde den 69 ertrunkenen Seeleuten des Niobe-Unglückes mit einer Schweigeminute gedacht. Es wurde gemeinsam zum Niobe-Denkmal am Gammendorfer Strand marschiert.

Zu den Gästen zählte auch eine Abordnung der Marineforeningen Nakskov in Dänemark. Nach einem gemeinsamen Marsch gestern zum Niobe-Denkmal richtete der Vorsitzende des Marinevereins der Insel Fehmarn Hans-Mathias Vosseinige Worte zum Gedenken der verunglückten Seeleute. Er ging noch einmal auf die Niobe selbst ein, welche im Jahr 1913 gebaut wurde. Ausführlich schilderte er dann, unter welchen Umständen die Niobe bei einem Unwetter vor Fehmarn sank. Auch Pastor Kark-Carlson ergriff das Wort und erklärte, dass es aus seiner Sicht kaum etwas Schlimmeres geben kann, als der Untergang eines Schiffes. Er forderte die Gäste auf, den um Leben gekommenen Seeleuten durch eine Schweigeminute zu gedenken. Vor genau 80 Jahren, am 26. Juli 1932 im Fehmarnbelt, kam es zu dem tragischen Unglück, bei dem 69 Seeleute ums Leben kamen. 40 Seeleute konnten gerettet werden. In einer nicht vorhersehbaren Gewitterböe kenterte das Segelschulschiff Niobe und sank in nur wenigen Minuten. Unter den Geretteten war auch der Kommandant Kapitänleutnant Heinrich Ruhfus, der später in einem Kriegsgerichtverfahren von der Anklage der Fahrlässigkeit am 10. November des gleichen Jahres freigesprochen wurde. Zuvor war am 21. August 1932 das Schiff gehoben und nach Kiel verholt worden. Dort wurde die Niobe untersucht. Die toten Seeleute wurden dort von Bord geholt und auf dem Nordfriedhof in Kiel beerdigt, doch 19 Seeleute blieben auf See. Bei der Niobe handelte es sich um einen Viermaster, der nach Umbau noch über drei Masten verfügte. Zum Gedenken der Niobe und des Unterganges gibt es zwei Denkmäler. Neben dem Denkmal am Gammendorfer Strand auf Fehmarn mit Sichtweite auf die Unglücksstelle im Fehmarnbelt existiert im Eingangsbereich des Kieler Nordfriedhofes eine Gedenk- und Grabstätte für die Opfer des ehemaligen Segelschulschiffes. In jedem Jahr wird am Gammendorfer Strand am Unglückstag in Gedenken an die Toten eine Kranzniederlegung durchgeführt.

Aufgrund des 80. Jahrestages des Unterganges der Niobe wurde in diesem Jahr der Gedenktag im größeren Rahmen gefeiert. Nach der Kranzniederlegung lud der Marineverein der Insel Fehmarn die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung zu einem abschließenden Kaffeetrinken in die Marineküstenstation Marienleuchte ein. Stationsleiter Kapitänleutnant Torsten Busch hatte die Räumlichkeiten dem Marineverein und seinen Gästen zur Verfügung gestellt. Zu den Gästen der Gedenkveranstaltung gehörte auch in diesem Jahr wieder die 88-jährige Eleonore Schulz aus Hamburg. Sie ist die Witwe des Korvettenkapitäns Georg-Wilhelm Schulz. Er gehörte der Nachfolgecrew 32 der Niobe an. Ein NDR-Fernsehteam vom Schleswig-Holstein-Magazin drehte die Gedenkveranstaltung mit. Ein ausführlicher Bericht darüber soll am 5. August um 19.30 Uhr im Schleswig-Holstein-Magazin im Rahmen der Serie „Zeitreise“ gesendet werden. · ga

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