Arend Schäfer vom Planungsbüro Benthien (ausgewählt aus drei Büros) in Neustadt stellte seine Binnensee-Visionen vor, die er im Auftrage der Stadt Fehmarn in den letzten fünf Wochen entwickelt hatte. Er hat vor allem die städtischen Freiflächen überplant.
In erster Linie ging es um das geplante Yachthafenatoll, das angrenzend zudem eine Außenmole mit Ferienhäusern vorsieht, im und am Yachthafen Geschäfte, gastronomische Betriebe und eine Panoramasauna sowie Treppen direkt ans Meer. Insgesamt denkt die Stadt an eine Verknüpfung von Hafen Burgstaaken und Südstrand. Die Stadt ließ gleich auch das Gebiet „de Hoben“ konzeptionell gestalten.
An den Ferienanlagen dort kann sich Schäfer, der in diesem Zusammenhang von „Kaikante“ und „Goldmeile“ sprach, einen Steg mit Badeeinsel im Binnensee vorstellen. In den Plänen erscheint sogar eine Verbindungs-Holzpromenade zum Südstrand über die Kohlhoff-Insel hinweg.
Noch viele, viele weitere Ideen überraschten die Inselpolitiker, denen diese Pläne zum ersten Mal vorgestellt wurden. Sie nahmen sie sehr positiv auf, obwohl einzelne Projekte sicherlich äußerst kontroverse Diskussionen in der Bevölkerung auslösen würden, das kann man jetzt schon sagen.
„Zwei Sterne mehr“ würde Fehmarn erhalten, wenn dies alles realisiert werden könnte, meinte der Fraktionschef der Freien Wähler, Carsten Micheel. „Wenn wir das Geld hätten, würde ich sagen, fangen wir sofort an.“
Doch Arend Schäfer glaubte, dass sich Investoren dafür finden ließen, wenn die Stadt diese Pläne ausgearbeitet präsentieren könne. „Leute mit Geld sitzen doch genug im Raum“, bemerkte Bauamtsleiter Burkhard Naß leicht schnippisch. In der Tat befanden sich potenzielle fehmarnsche Investoren im Publikum. Schon am 10. August will die Stadt Fehmarn die visionären Pläne im Wirtschaftsministerium vorstellen.
Naß: „Wir müssen schauen, ob noch Gelder in den Fördertöpfen sind und was aus der Tourismusförderung der EU nach 2013 wird.“
Ohne diese gigantischen Pläne wäre ein zweites Zukunftsprojekt, das Architekt Jan Peter Ehlers für den Verein „Attraktive Burger Altstadt“ (ABA) anschließend vorstellte, auch schon eine Hausnummer. So indes erschien es als vergleichsweise kleines Vorhaben. ABA möchte den Weg vom Bahnhof durch den Stadtpark bis zur Innenstadt durch mehrere Maßnahmen attraktivieren. Beide Projekte sollen weiter entwickelt werden, entschied der Bauausschuss.


© F24/wiArend Schäfer vom Büro Benthien hatte die futuristisch anmutenden Pläne entworfen und stellte sie dem Bauausschuss vor.








