Bürgervorsteher Georg Rehse machte in seinem Grußwort deutlich, dass Heiligenhafen immer für eine Überraschung gut ist. Damit war die Seebrücke gemeint, die von Einheimischen und Urlaubern begeistert angenommen werde. Was hier entstanden ist, sei einmalig und genauso werde es in Heiligenhafen weitergehen, prognostizierte Rehse.
Kleine Geschichtsstunde mit dem Ex-Landesvater
Als Landesvater im Ruhestand wurde Peter Harry Carstensen in Heiligenhafen mit viel Applaus empfangen. Carstensen wies in seinem Grußwort auf die große Geschichte der Hafenstadt hin, die früher wie heute vom Tourismus und der Fischerei geprägt sei. Um 1250 gegründet, sei hier auch eine der ältesten Gilden beheimatet. 1313 durch die Schweden verwüstet habe die Stadt Feuersbrünste und Überflutungen überstanden. Eine starke Verschuldung war 1756 zu verzeichnen. Mit Blick auf den Bürgermeister meinte der Ex-Ministerpräsident, „dass wird sich jetzt wohl geändert haben, Herr Bürgermeister“, worauf lautes Gelächter aus dem Publikum kam.
Bei einem Empfang auf dem Sicherungsboot „Putlos“ begrüßte der Standortälteste aus Oldenburg-Putlos Oberstleutnant Michael Backs den langjährigen Ministerpräsidenten und die offiziellen Gäste der Eröffnungsfeier.
Zehn Tage lang feiert nun Heiligenhafen mit Einheimischen und Gästen eine riesige maritime Party. Über 2 000 Menschen waren schon am Donnerstag zur Hafenbühne gekommen, um mit der Flensburger Musikgruppe „Santiano“ die Hafenfesttage „anzuglühen“. Die mit feinem Strandsand ausgestattete „Hafenlounge“ sorgte mit bunten Cocktails und passender Musik schon einmal für Urlaubsflair und auch das „Kinderhafenland“ war bei den kleinen Festbesuchern mit zahlreichen Spielmöglichkeiten und Animation ein Renner. Für das leibliche Wohl sorgen eine große Auswahl an Imbiss- und Getränkeständen, die das Festgelände säumen.
Und genauso wird es weitergehen, wenn Musik am Hafen und in der Autokrafthalle erklingt. Aber auch Shantys, Folklore und Rock sind bezeichnend für die Hafenfesttage, dazu die prickelnde Mischung von maritimen Geschehen, was durch Schiffe, Rettungskreuzer, Bundeswehr und die Dänische Heimwehr, aber auch durch die Küstenwache und Ausflugsfahrten in See mit einheimischen Schiffen zum Ausdruck gebracht wird. Und wer die schwankenden Schiffsplanken nicht verträgt, kann bei einem Spaziergang auf der neuen Seebrücke das Meer genießen, ohne seekrank zu werden. - ft










