Rixa Beckmann vom Gut Seegalendorf zeigte sich am Tag des Unglücks geschockt, denn schließlich ist ein Stück Guts- und auch Familiengeschichte in Mitleidenschaft gezogen worden. Gestern hatte sich ihre verständliche Aufregung schon gelegt, gegenüber der HP äußerte sie, dass Wichtigste sei, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind. Denn kurz zuvor hatten sich zur Frühstückspause noch Mitarbeiter im Torhaus aufgehalten.
Ersatzfahrer kannte den Weg nicht
Der Fahrer des Müllwagens hatte in Ortsunkenntnis den kürzesten Weg zum Hof wählen wollen. Das war ihm zum Verhängnis geworden. Nach Mitteilung von ZVO-Pressesprecher Detlef Lichtenstein handelte es sich bei der Müllwagenbesatzung urlaubsbedingt um eine Ersatzmannschaft. Der Lader, der zum Zeitpunkt des Unglücks hinten auf der Lade-rampe gestanden habe, und der Fahrer blieben laut Lichtenstein zum Glück unverletzt. Allerdings stehe der Unglücksfahrer noch unter leichtem Schock.
„Der Sachschaden ist regulierbar, die Angelegenheit ist bereits der Versicherung übergeben worden“, so ZVO-Pressesprecher Detlef Lichtenstein gegenüber der HP.
Rixa Beckmann selbst war schon am Tag des Unglücks aktiv geworden und hatte eine Dachdeckerfirma aus Oldenburg sowie zwei Spezialfirmen mit Kranwagen beauftragt, den einsturzgefährdeten Glockenturm vom Dach zu nehmen, um einen noch größeren Schaden am historischen Gebäude zu verhindern.
Mittlerweile ist der Müllwagen geborgen und das Torhaus weiträumig abgesichert. Wie hoch der am Gebäude entstandene Sachschaden ist, sei noch nicht abzuschätzen, so Rixa Beckmann, deren Bestreben es natürlich ist, das historische Torhaus, das zu den eingetragenen Kulturdenkmälern des Kreises Ostholstein gehört, möglichst schnell wieder aufzubauen. - hö












