Der Expressionist Ernst Ludwig Kirchner malte am Staberhuk

"Ins Meer Schreitende" heißt dieses Gemälde, das Ernst Ludwig Kirchner 1912 an der Küste Staberhuks gemalt hat. Der große Expressionist verbrachte die Sommer 1908 und von 1912 bis 1914 auf Fehmarn.
Er ist einer der führenden Expressionisten des 20. Jahrhunderts. Ein Zehntel seines Gesamtwerks schuf Ernst Ludwig Kirchner auf Fehmarn. Im Sommer 1908 und in den Sommern von 1912 bis 1914 weilte er auf der Insel. In der Heimatzeitung ist kein Wort über Kirchner-Besuche auf Fehmarn zu finden. Dabei war er zumindest für Kunstinteressierte durchaus schon bekannt. Kirchner hatte 1905 in Dresden gemeinsam mit Erich Heckel, Karl Schmidt-Rotluff und Fritz Bleyl die Künstlergemeinschaft „Brücke“ ins Leben gerufen. Sie rebellierten gegen die starren Formen des Kaiserreichs und probierten neue Lebens- und Kunstformen aus. Der Vorsitzende des Ernst-Ludwig-Kirchner-Vereins auf Fehmarn, Dr. Dietrich Reinhardt, blätterte alle Ausgaben der Heimatzeitung in den genannten Zeiträumen durch, er fand nicht einmal einen kleinen Eintrag über die Aufenthalte Kirchners auf Fehmarn. Ob unserer Zeitung der expressionistische Künstler damals noch zu suspekt erschien? Kirchner hingegen lobte Fehmarn für seine Schönheit. Er nannte die Insel sein „irdisches Paradies mit wundervoller Küstenbildung, manchmal von Südseereichtum.“ Und er ist zu dieser Zeit zweifelsohne glücklich. Er schafft ein eigenständiges Bildwerk von besonderer Faszination.



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