Auffahrunfall auf der A10 - zwei Menschen sterben

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    • 27.09.12
    • Deutschland
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Schwerer Unfall auf der A10

Lkw rast in Reisebus: Tote und Verletzte

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Michendorf - Bei einem schweren Unfall mit einem Reisebus und mehreren Lastwagen auf der Autobahn 10 bei Michendorf sind in der Nacht zum Donnerstag 2 Menschen getötet und 19 weitere verletzt worden.

© dpa

Bei einem schweren Unfall mit einem Reisebus und mehreren Lastwagen auf der A10 bei Michendorf sind ein Lkw-Fahrer und sein Beifahrer getötet sowie sechs Menschen verletzt worden.

Zwei Menschen sind bei einem Unfall mit einem Reisebus und mehreren Lastwagen auf dem südlichen Berliner Ring A 10 bei Michendorf (Landkreis Potsdam-Mittelmark) ums Leben gekommen. Mehrere Menschen wurden bei dem Unglück am frühen Donnerstagmorgen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Bei den Toten handelt es sich um einen polnischen Lastwagenfahrer und seinen in einer Kabine schlafenden Beifahrer im Alter 45 und 58 Jahren. Im Reisebus saßen 61 Menschen, darunter 54 Schüler, vier Lehrer, ein Reisebegleiter und zwei Fahrer.

Der 23-jährige polnische Busfahrer, sein Beifahrer und drei der Kinder sowie der 37 Jahre alte Fahrer eines Berliner Lkw wurden den Angaben zufolge schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht. Weitere Schulkinder wurden ambulant behandelt. Die genaue Anzahl der Verletzten werde noch geprüft.

Autobahn musste stundenlang gesperrt werden

Nach aktualisierten Angaben der Polizei hatte ein Richtung Hannover fahrender Reisebus kurz nach Mitternacht verkehrsbedingt bremsen müssen. Ein nachfolgender polnischer Laster fuhr auf. Fahrer und Beifahrer des Lastwagens wurden dabei eingeklemmt und tödlich verletzt. Durch den Aufprall wurde der Bus gegen einen stehenden Lkw und dann gegen die Mittelleitplanke geschoben. Auch der Anhänger eines weiteren Lastwagens wurde in die Leitplanke gedrückt.

Die Leichen der beiden Toten wurden am Morgen geborgen. Die Autobahn 10 Richtung Hannover und die Überholspur in Richtung Frankfurt (Oder) mussten gesperrt werden. Der Verkehr wurde über den Rasthof Michendorf umgeleitet. Es kam zu kilometerlangen Staus.

Zur Unfallursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Ein Gutachter untersuche den Unglücksort, hieß es. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf mehrere Hunderttausend Euro.

Alle Kinder im Bus waren angeschnallt

Bei den Kindern im Bus handelte es sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei um Schüler einer siebten Klasse aus Poznan (Posen). Sie seien auf Klassenfahrt Richtung London gewesen. Die Schüler und ihre Betreuer seien in das Feuerwehrtechnische Zentrum nach Beelitz-Heilstätten gebracht worden. Dort warteten sie auf einen Ersatzbus, der sie nach Polen zurückbringen sollte.

Brandenburgs Europa-Staatssekretär Henning Heidemanns sprach den Angehörigen der beiden Toten sein Mitgefühl aus. Bei einem Besuch des Feuerwehrtechnischen Zentrums zeigte er sich zugleich erleichtert über den „glimpflichen Verlauf“ des Unfalls für die polnischen Schulkinder und ihre Begleiter, wie das Ministerium mitteilte. Dazu habe auch der moderne Sicherheitsstandard des Busses beigetragen, alle Kinder seien angeschnallt gewesen.

Heidemanns, der als Vertreter der Landesregierung nach Beelitz-Heilstätten gefahren war, dankte den Rettungskräften. Sie hätten die Schüler bestens betreut. Auch die Eltern seien schnell benachrichtigt, sagte er.

Bilder vom Unfallort auf der A10

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