„So etwas hat man nicht alle Tage“, berichtete Zolloberinspektor Welf Winter, der am vergangenen Mittwoch an der Aktion beteiligt war. „Normalerweise stoßen wir auf Zigaretten und Betäubungsmittel.“ Sportschuh-Plagiate in dieser Größenordnung zu entdecken, sei eher selten.
Bei dem Fund handelt es sich um den größten Schmuggelfall von Plagiaten im Nordosten seit einem Jahr, sagte Zollsprecher Detlef Kähler. Der Marktwert einer vergleichbaren Ladung echter Schuhe liegt nach Angaben des Hauptzollamtes Stralsund bei rund einer Million Euro.
Nach Angaben der dem Bundesfinanzministerium unterstellten Zentralstelle für Gewerblichen Rechtsschutz wurden im vergangen Jahr bundesweit 23 635 sogenannte Aufgriffe von Waren gezählt, bei denen Marken-, Urheber-, oder Patenrechte verletzt wurden. Zu 42 Prozent stammten etwa Sportschuh-Plagiate aus China, gefolgt von Hongkong mit 36 Prozent und Vietnam 21 Prozent. Der Fahrer des lettischen Lastwagens im Sassnitzer Hafen durfte nach der Vernehmung und Aufnahme der Personalien weiterfahren. Eine Tatbeteiligung konnte ihm nicht nachgewiesen werden.
dpa













