FEHMARN · Ab Montag sind die Fußball-Experten wieder gefragt, denn Schleswig-Holstein sucht zum dritten Mal den Fußballer und die Fußballerin des Jahres. Ebenfalls wird erneut der Trainer des Jahres gesucht.

© Fehmarn24/Lars Braesch
Julia Oberst (l.) vom FC Riepsdorf (hier im DFB-Pokalspiel gegen den SV Werder Bremen mit Spielführerin Lisa-Marie Scholz) steht wie ihr Trainer Eckert Kohlhof zur Wahl. Es kann bis zum 20. Januar 2012 auf unser Homepage abgestimmt werden.
Mit dabei bei der Wahl sind zum zweiten Mal die beiden Heimatzeitungen Fehmarnsches Tageblatt und Heiligenhafener Post. Eine zwölfköpfige Jury, bestehend aus Mitgliedern der Sportredaktionen, des SHFV und NordwestLotto, hatten jeweils zehn Fußballer/innen und Trainer nominiert. Die Leserstimme hat in diesem Jahr eine sehr große Bedeutung, schließlich zählt diese 1/3 bei den Wettbewerben. Ebenfalls 1/3 zählen die Stimmen der Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten (VSHS) und die der Jury. Das Mitmachen lohnt sich, denn unter allen Teilnehmern verlosen die Heimatzeitungen als Hauptpreis 1x 2 VIP-Karten für den Finalspieltag im SHFV-Pokal am 17. Mai 2012 (Himmelfahrt) auf der Lübecker Lohmühle. Der zweite Preis ist ein adidas Replique-Ball Speedcell. Der Dritte und Vierte bekommt jeweils ein Hardcover-Buch Sport Highlights 2011 vom Olympischen Sportbund. Die Abstimmung läuft bis zum 20. Januar 2012 (Freitag) auf unser Homepage www.fehmarn24.de.
Nachfolgend werden die Kandidaten kurz vorgestellt:
Trainer des Jahres:
Hans-Friedrich „Mecki“ Brunner, SV Eichede (SH-Liga): Der ehemalige Goalgetter holte im vergangenen Jahr nicht nur den zweiten Platz bei der Wahl zum „Trainer des Jahres“, sondern auch die Vizemeisterschaft mit den „Bravehearts“, als das Team mit modernem Fußball begeisterte. In der aktuellen Saison arbeiten sich die Stormarner nach schwachem Start, auch bedingt durch ein schwieriges Auftaktprogramm, wieder an Spitzengruppe heran und qualifzierten sich direkt für das Hallen-Masters.
Michael Clausen, FFC Oldesloe, (2. Bundesliga Frauen Nord): Etablierte den FFC Oldesloe mit geringen Mitteln in der 2. Bundesliga durch kontinuierliche Sichtung von talentierten Spielerinnen. In der Saison 2010/11 landete der FFC wieder vor dem Landesrivalen Holstein Kiel auf Platz 7. In der aktuellen Serie wird dank zahlreicher Neuzugänge die obere Tabellenhälfte angepeilt - der Start missglückte jedoch bei sechs Punkten aus sieben Spielen. Wurde im vergangenen Jahr Dritter bei der Wahl zum „Trainer des Jahres“.
Thorsten Gutzeit, Holstein Kiel (Regionalliga): Der sechste Platz in der Regionalliga-Saison 2010/11 war kein Erfolgserlebnis für den ehrgeizigen Trainer und seine neu formierte Mannschaft. Der Sieg im Finale des SHFV-Pokals in Lübeck und der Erstrundensieg im DFB-Pokal gegen Zweitligist EnergieCottbus haben aber angedeutet, zu welchen Leistungen die „Störche“ imstande sind. Die Tabellenführung in der Regionalliga und der Einzuge ins Achtelfinale des DFB-Pokals bestätigen die gute Arbeit des Trainers in den vergangenen eineinhalb Jahren.
Michael Hopp, VfB Lübeck (A-Junioren Regionalliga): Nach der Meisterschaft 2009/10 sicherte sich der VfB Lübeck souverän den Klassenerhalt in der Regionalliga (7.) und greift nun sogar die Spitze an. Momentan rangieren die Grün- Weißen auf Platz drei und können den Blick gar auf die Bundesliga richten.
Daniel Jurgeleit, ETSV Weiche Flensburg, (SH-Liga): Führte die Flensburger in der Rückrunde 2010/11 von einem Abstiegsplatz auf den sechsten Rang. Durch gezielte Neuverpflichtungen kann der ehemalige Zweitligaspieler nun auf einen Kader zurückgreifen, der nicht nur im Kampf um die Meisterschaft mitmischt, sondern auch bereits das Finale um den SHFV-Pokal erreicht hat.
Eckert Kohlhof, FC Riepsdorf(SH-Liga Frauen): Erfolgreicher kann ein Jahr für einen Trainer und seine Mannschaft kaum laufen. Kohlhof holte mit dem FC Riepsdorf nicht nur die Meisterschaft in der SH-Liga, sondern auch den SHFV-Pokal und den Kreispokal - also das Triple. Eine Wiederholung dieses Erfolges ist durchaus möglich, schließlich steht man auch 2011/12 in beiden Pokalwettbewerben im Halbfinale und in der Meisterschaft derzeit auf Platz vier.
Ervin Lamce, VfR Neumünster(SH-Liga): Nach drei Vizemeisterschaften in Folge holte sich der 39-Jährige mit dem VfR Neumünsterden Meistertitel in der Schleswig-Holstein-Liga - und das ohne eine einzige Niederlage. Der gebürtige Albaner knüpft mit seinem Team in der neuen Serie nahtlos an diese Leistungen an und grüßt die Konkurrenz wieder von der Spitzenposition, die nun den Aufstieg in die neue Regionalliga ermöglichen soll.
Mikica Mladenovic, Heikendorfer SV (SH-Liga): Führte den Heikendorfer SV, wo er seit 2000 Regie führt, von der Bezirksoberliga in dieSchleswig-Holstein-Liga. Hier finden sich die Kicker vom Ostufer aber zuletzt nur knapp über der Abstiegszone wieder. Frank Salomon, NTSV Strand 08 (SH-Liga): Nach einem überraschenden 5. Platz als Aufsteiger in der Saison 2010/11, gelang es dem 47-Jährigen zusammen mit Co-Trainer Stefan Anders eine erfolgshungrige Mannschaft zusammenzustellen, die momentan um die Meisterschaft mitspielt.
Peter Schubert, ehemals VfB Lübeck (Regionalliga): Der „SHFV-Trainer des Jahres“ 2010 erreichte mit dem VfB Lübeck 2010/11 in der Regionalliga einen überragenden 3. Platz. Der Sieg beim Hallenmasters war ein weiteres Positiv-Erlebnis für den VfB im Jahr 2011. Nach der Niederlage im Pokalfinale gegen Holstein Kiel und einem 15. Platz in der laufenden Regionalliga war sein Weg zu Ende in der Hansestadt.
Fußballerin des Jahres:
Michelle Einfeldt, MTSV Olympia Neumünster (SH-Liga): Das 17-jährige Talent entschied sich in ihrem ersten Frauenjahr etwas überraschend für einen Wechsel zum Schleswig-Holstein-Ligisten, wo sie entsprechend überzeugende Leistungen bietet. Wurde seit Saisonbeginn aber nicht mehr für die Juniorinnen-Auswahl des DFB berufen.
Joy Grube, Holstein Kiel (Regionalliga): Die Ex-Oldesloerin nahm unter dem neuen Trainer eine offensivere Rolle ein, bestach durch starke Leistungen und bewies zuletzt ihren Torriecher in der Regionalliga (bereits fünf Tore). Die U 20-Auswahlspielerin ist eine der großen Stützen bei Holstein.
Julia Kibbel, Holstein Kiel (Regionalliga): Könnte eigentlich noch bei den B-Juniorinnen spielen, spielt aber trotzdem schon seit der aktuellen Saison bei den Frauen in der Regionalliga. Die 16-Jährige spielte zuletzt in der Innenverteidigung und war bereits zu Sichtungslehrgängen des DFB eingeladen. Auf ihre Entwicklung darf man gespannt sein.
Nicole Körner, TSV Ratekau (SH-Liga): Die ehemalige Kielerin ist momentan das Maß aller Dinge in der Schleswig-Holstein-Liga und wird von den Gegnern gefürchtet. Die 28-Jährige traf bereits zehn Mal ins Schwarze und ist somit Garant für die Tabellenführung des Aufsteigers.
Kati Krohn, Holstein Kiel (Regionalliga): Die 29-jährige ist Kapitänin und Kopf der Holstein-Mannschaft. Erzielte als defensive Mittelfeldspielerin bereits drei Tore in der Regionalliga.
Julia Oberst, FC Riepsdorf (SH-Liga): Die 23-Jährige schoss den FCR 2010/11 zum Triple - die Offensivspielerin erzielte allein zwölf Tore in der Meisterschaft. Soll nun als hängende Spitze agieren, trifft dort aber auch am laufenden Band (bereits fünf Tore 2011/12).
Rachel Pashley, FFC Oldesloe (2. Bundesliga): Die Kapitänin belegte bei der Wahl 2010 den 2. Platz. Auch sie konnte den Abstieg der KSV Holstein trotz konstanter Leistungen nicht verhindern. Die gebürtige Britin wechselte zur neuen Saison zum FFC Oldesloe und steht dort aufgrund ihrer Schnelligkeit und Zweikampfstärke als Defensivallrounderin hoch im Kurs.
Maie Stein, SSC Hagen Ahrensburg (SH-Liga): Die Torschützenkönigin der vergangenen Saison (20 Treffer) schoss den Aufsteiger 2010/11 zur Vizemeisterschaft. Die 19-jährige U 20-Landesauswahlspielerin knüpfte in der neuen Saison nahtlos an ihre Leistungen an und hat bereits elf Treffer auf dem Konto.
Claudia Wenzel, FFC Oldesloe (2. Bundesliga): Gilt als Symbolfigur des Frauenfußballs in Schleswig-Holstein. Die 40-Jährige wollte zunächst aufhören, entschloss sich dann aber doch noch eine Saison beim FFC ranzuhängen. Die Kapitänin ist immer noch ungemein wertvoll im defensiven Mittelfeld.
Fußballer des Jahres:
Patrick Christophersen, VfR Neumünster (SH-Liga): Mit erst 23 Jahren ist der Ur-Neumünsteraner bereits einer der besten Innenverteidiger der Liga. Dazu ist er sehr torgefährlich, was fünf Treffer in der Hinrunde beweisen.
Domagoj Duspara, VfB Lübeck (Regionalliga): Der 23-jährige Techniker glänzte besonders in der Rückrunde der Saison 2010/11 mit sechs Toren und starken Spielen. In dieser Spielserie kommt der Kroate auf drei Tore in 14 Einsätzen und sucht noch seine Top-Form.
Marcel Gebers, VfB Lübeck (Regionalliga): Der 25-jährige Allrounder spielte eine gute Rückrunde 2010/11 auf seiner mittlerweile angestammten Position als Innenverteidiger und wurde zur neuen Serie zum Kapitän befördert. In der aktuellen Saison waren seine Leistungen solide, aber ebenso wie die der gesamten Mannschaft nicht mehr so konstant. Wurde 2010 Dritter bei der Wahl zum „Fußballer des Jahres“. Marc Heider, (Holstein Kiel (Regionalliga): Der Offensivspieler erzielte bereits in der Rückrunde 2010/11 elf Treffer und gehört auch inder aktuellen Serie zu den Fixpunkten der Kieler Offensive. Mit sieben Toren und sieben Vorlagen in 14 Spielen steuerte der 25-Jährige einen großen Teil zum Kieler Höhenflug bei.
Matthias Hummel, (ETSV Weiche Flensburg (SH-Liga): Gehört seit drei Jahren zu den besten Defensivspielern der Liga. Der 26-jährige Innenverteidiger war schon vor seinem Wechsel zum ETSV Weiche für sein gutes Stellungsspiel und seine Zweikampfstärke bekannt - mittlerweile besticht er auch durch Torgefährlichkeit. Morten Jensen, Holstein Kiel (Regionalliga): Der Torhüter konnte sein Können aus Mangel an Beschäftigung bislang nur andeuten in seinen 14 Regionalligaeinsätzen. Der 24-jährige Husumer löste vor der Saison Michael Frech ab, der im vergangenen Jahr noch Zweiter wurde bei der Wahl zum Fußballer des Jahres.
Deniz Kadah, VfB Lübeck (Regionalliga): Kam zur Saison 2011/12 vom FC Oberneuland und feierte einen unglaublichen Einstand mit acht Toren in den ersten drei Regionalliga-Spielen. Insgesamt kann der 25-Jährige nun neun Treffer aus sieben Spielen verbuchen. Seit seiner Verletzung, die er sich am 7. Spieltag zuzog, wartet der Stürmer darauf, auf den Platz zurückzukehren und seine Führung in der Torschützenliste der Regionalliga weiter auszubauen.
André Ladendorf, Heider SV (SH-Liga): Der 23-jährige Mittelfeldspieler war bei der Wahl zum „Fußballer des Jahres 2010“ zweitbester SH-Liga-Spieler (Platz 6). In der aktuellen Saison traf das Heider Eigengewächs bereits sieben Mal ins gegnerische Tor, muss aber noch zulegen, wenn er seine Topmarke aus der Vorsaison (19 Tore) übertrumpfen will.
Fiete Sykora, Holstein Kiel (Regionalliga): Nach einer ordentlichen Rückrunde 2010/11 ist der Offensivspieler nun verletzungsfrei in sehr guter Verfassung und kann bereits sechs Tore und acht Vorlagen in den ersten 13 Spielen vorweisen.
Abdul Yilmaz, VfR Neumünster (SH-Liga): Schoss den VfR Neumünster in der vergangenen Saison mit 14 Treffern zur Meisterschaft und wurde zum Kapitän befördert. Als Offensivzentrale im Mittelfeld der Veilchen bringt es aktuell auf vier Saisontore. · lb
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