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MZH hat Insolvenz eingereicht

Es blieb nur noch der Gang zum Gericht in Norderstedt:

MZH hat die Insolvenz eingereicht - FehMare vor dem Aus? 

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SEGEBERG/FEHMARN - Von Heiko Witt - Heute (9. Januar) hat die Mittelzentrumsholding Wahlstedt/Bad Segeberg (MZH) die Insolvenz eingereicht. Die MZH ist bekanntlich Betreiber des "FehMare". Der erst am 18. November 2011 bestellte neue Geschäftsführer Luzian Roth macht Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld für die Situation verantwortlich. Ein an sich gesundes Unternehmen sei ausgeblutet worden. Fast 50 Mitarbeiter, davon über 20 auf Fehmarn, fürchten jetzt um ihre Arbeitsplätze.

© F24

Das "FehMare" hat große Probleme. Der Betreiber MZH ist heute den bitteren Gang zum Insolvenzgericht nach Norderstedt gegangen.

"Eine GmbH wie die MZH kann nur solange leben und arbeiten, wie es die jeweiligen Gesellschafter letztendlich zulassen. Wenn ein Gesellschafter das Ende einer Gesellschaft will, so findet er auch Wege, dieses durchzusetzen. Wenn dann das Schreckgespenst der Insolvenz öffentlich an die Wand gemalt wird, darf man sich nicht wundern, wenn dies bei den Betroffenen wie Lieferanten und Banken unterschiedliche Reaktionen hervorruft", erklärt Luzian Roth in einer umfangreichen Pressemitteilung. 

Nachdem der Segeberger Bürgermeister Schönfeld die Verluste der MZH nicht mehr habe ausgleichen wollen und auch die Banken keine weiteren Chancen für eine finanzielle Unterstützung gesehen hätten, habe Roth den für einen Geschäftsführer schwersten Gang zum Insolvenzgericht in Norderstedt antreten müssen.

Roth kritisiert, dass man Lösungsansätze intensiver hätte prüfen müssen, bevor man sie unter Verweis auf die Bewertung der Kommunalaufsicht völlig ignoriere. Roth: "Überschuldet ist die MZH mit einem geschätzten Vermögen zwischen 14 und 18 Millionen Euro auf jeden Fall nicht. Ich frage mich, hat jemand bei den Beschlüssen auch an die Mitarbeiter gedacht?"

Betroffen seien über 20 Familien in Bad Segeberg und Wahlstedt und über 20 Familien auf Fehmarn: "Sie wissen jetzt erst einmal nicht, wohin die Zukunft sie bringen wird."

Man befinde sich jetzt im Stadium der vorläufigen Insolvenz. Bis zur endgültigen Insolvenz blieben alle Mitarbeiter an Bord.

Es sei nach der rasanten Entwicklung der letzten 14 Tage kaum Zeit geblieben, ein Konzept zu entwickeln, das den Fortbestand der MZH sichern könne. "Ob wir in unseren Städten zukünftig einen Stadtbus oder unsere Hallenbäder oder den Ihlsee nutzen können, kann ich derzeit auch nicht sagen", so Roth, "all diese negativen Auswirkungen wurden durch die Entscheidungen, der MZH kein Geld mehr zu geben, ausgelöst." Auf die Karl-May-Festspiele ging Roth nicht ein. 

Die die Gründungsidee der MZH, die Gewinne der Versorgungsunternehmen zu nutzen, um die Verluste aus Bädern und sonstigen wenig ertragreichen Gemeindeaufgaben, die dem Gemeinwohl dienten, zu kompensieren, sei immer noch sinnvoll, so Roth. 

Den Verlust für das "FehMare" beziffert Luzian Roth für 2011 auf voraussichtlich 650000 Euro, in denen 120000 Euro für neue Investitionen und Reparaturen enthalten seien.

Roth: "Das ist sicher immer noch viel zu viel, um es auf Dauer auf die Schultern der MZH und damit auf die Schultern der beiden Städte Wahlstedt und Bad Segeberg zu verteilen, während Fehmarn "nur" 92000 Euro zu tragen habe. In der Tat muss Fehmarn laut Vertrag maximal 92000 Euro zahlen, dennoch hatte Bürgermeister Schmiedt bereits 370000 Euro angeboten.

Es sieht eher nach einer Zerschlagung der MZH aus, denn nach einer Insolvenz. Nun kann man erst einmal von einem mehrjährigen Rechtsstreit ausgehen.

Wie bereits berichtet, erwägt Fehmarn Bürgermeister Schmiedt, das "FehMare" künftig selbst zu betreiben. Eine dauerhafte Schließung des Bades wolle die Stadt Fehmarn vermeiden.

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