FEHMARN - Von Heiko Witt - "Das ist ein Grund für alle Fehmaraner, sich zusammenzuschließen und die Landesregierung mit Appellen einzudecken." Das meint Prof. Dr. Schwermer zum geplanten Naturschutzgebiet Nördliche Seeniederung. Er vertritt in dieser Angelegenheit die Wassersportler der Insel.

© F24
Keine Starts und Landungen mehr mit Luftsportgeräten im Nordwesten der Insel? Einige Kitesurfer sieht man sogar in eisiger Kält in Aktion.
Morgen (2. Februar) lädt die Stadt zur Infoveranstaltung ein und legt den Entwurf zum geplanten Naturschutzgebiet vor.
Kai Enseleit von Windsport Fehmarn möchte auf die Veranstaltung hinweisen. Er schreibt: "Morgen lädt die Stadt Fehmarn und das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume zu einer Informationsveranstaltung in das Senator-Thomsen Haus ein. Thema ist das geplante Naturschutzgebiet Nördliche Seeniederung.
Die Brisanz dieses Themas darf auf keinen Fall unterschätzt werden.
Hier sind für den Wassersport und damit für den Tourismus sehr bedeutsame wichtige Gebiete als Naturschutzgebiet vorgesehen. Das ist ein weiterer harter Schlag gegen den Tourismus auf Fehmarn.
Für uns als Wassersport Wirtschaft kann dieses existenzbedrohend werden.
Fehmarn ist das Hawaii Deutschlands. Die Visitenkarte für den Wassersport der Insel Fehmarn sind gerade die Gebiete um Westermarkelsdorf und Altenteil. Ohne diese Gebiete ist Fehmarn für einen Großteil der Wassersportler uninteressant.
Das ist ein Stich ins Herz der Wassersporttreibenden auf der Insel Fehmarn, und wird zu einem irreparablen Imageverlust und zu einem weiteren erheblichen Rückgang der Feriengäste insbesondere auch der Wochenendbesucher führen.
Die damit verbundenen Einnahmenverluste der vom Wassersport abhängigen Gewerbetreibenden und damit auch der übrigen Tourismuswirtschaft auf Fehmarn werden sich direkt und unmittelbar auf den Haushalt der Stadt Fehmarn auswirken.
Wir haben in dieser Sache bereits rechtlichen Rat bei Herrn Prof. Dr. Schwemer aus Hamburg eingeholt."
Der Rechtsanwalt Prof. Dr. Schwermer warnt eindringlich, dass der Bund festlegen könnte, "dass mit Luftsportgeräten nicht gestartet und gelandet werden darf", sobald die Landesverordnung in Kraft getreten sei. Eine Befahrensverordnung des Bundes für die Ostsee könne "nachgeschoben" werden. Das würde "das Ende aller sportlichen Betätigungen in dem betreffenden Gebiet" bedeuten.
Die Info-Veranstaltung findet am 2. Febuar (Donnerstag) um 17.30 Uhr im Senator-Thomsen-Haus statt.
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