FEHMARN - Von Reinhard Gamon und Heiko Witt Heute, am Rosenmontag, ist der Höhepunkt des karnevalistischen Frohsinns innerhalb der Faschingszeit. Und viele wünschten sich gestern auch auf Fehmarn, dass es einfach weiter gehen würde.

© Fehmarn24/Heiko Witt
Der Karneval auf Fehmarn steht von der Stimmung her den berühmten Karnevalshochburgen in nichts mehr nach. In den beiden Festzelten auf dem Marktplatz regierte der Frohsinn.
Zu schön war der 130. Inselkarneval der Freiwilligen Feuerwehr Burg auf dem Marktplatz. Was für ein Spektakel, was für eine Megaparty.
Samstagnachmittag fiel der Startschuss für die kleineren Karnevalisten. Freudig empfingen die jungen Jecken ihr diesjähriges Kinderprinzenpaar Chiara Kunetzke (Prinzessin) und Pauline Runck (als Prinz) und ihr Gefolge kurz nach 15 Uhr im Zelt.
Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt stieg, bevor er den Rathausschlüssel an das Prinzenpaar herausrückte, persönlich in die Bütt. Zu seinem Kopfschmuck zählten zwei Deutschlandfahnen, um so Sympathie zur Bundesrepublik zu signalisieren, die ja nun seit wenigen Tagen ganz präsidentenlos ist. In seiner Büttenrede ging er auf kabarettistische Art und Weise auf kommunalpolitische Themen ein. Das „FehMare“, Hotelresort am Südstrand, Ausweisung von Naturschutzflächen, Tourismus und mehr waren Themen seiner Ausführungen, die jeweils mit einem dreifachen „Fehmarn, Helau“ von den zahlreichen kostümierten und unkostümierten Zuhörern entgegen genommen wurden. Den Gästen in der Rathaushalle wurde tüchtig Sekt oder Alternativgetränke spendiert und wie es sich zum Fasching gehört, wurden zahlreiche bunte Karnevalsorden verliehen. Nach der offiziellen Eröffnung durch die Übergabe des Burger Rathausschlüssels begann das große bunte Treiben im Festzelt auf dem Marktplatz. Die attraktiven jungen Funkenmariechen, bestehend aus Nina Leyer, Silvia Preuß, Lena Vogt, Annika Liesenberg und Kerstin Ohlsen zeigten tänzerische Hochleistung auf dem Parkett. Die Tanztrainerinnen Cathleen Leisker und Nina Leyer hatten die jungen Damen für ihre Auftritte super vorbereitet. Am Abend steppte dann der Bär in den beiden überfüllten Festzelten. Fast ausnahmslos waren alle Jecken gut gelaunt und feierten, was das Zeug hielt bis in den Morgen. Es war enorm, wie viel Mühe sich die meisten bei ihrer Kostümierung gegeben haben (Fotos auf Seite 3). Die Verantwortlichen der Burger Feuerwehr hatten auch in diesem Jahr wieder sehr gute Arbeit geleistet. Es klappte alles problemlos. Die Polizei meldete gestern: „Keine besonderen Vorkommnisse.“ Bald schon beginnen die ersten Vorbereitungen für das Event im nächsten Jahr, denn nach dem Inselkarneval ist bekanntlich vor dem Inselkarneval. Am 9. Februar 2013 ist wiederum Frohsinn und Heiterkeit beim 131. Inselkarneval auf Fehmarn angesagt. Dann heißt es wieder „Fehmarn, Helau“.
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