FEHMARN - Von Heiko Witt - In Schweden gehören sie auf fast jedem Campingplatz dazu: Kleine Holzhütten für den Kurzurlaub oder für die Durchreise. Auch Mecklenburg-Vorpommern setzt seit einigen Jahren auf diesen Trend. Fehmarns Campingplatzbetreiber versuchen schon seit drei Jahren das Angebot um kleine Häuschen zu erweitern, doch es tut sich noch nichts.

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So könnten die Ferienhütten auf den Campingplätzen der Insel aussehen.
Nun hat der Bau- und Umweltausschuss der Stadtvertretung ohne große Diskussionen das „Konzept für die Ausweisung von Wochenendplätzen“ verabschiedet. Die Erstellung dieses Konzepts hatten das Innenministerium, die Regionalplanung und die Untere Naturschutzbehörde (UNB) von der Stadt Fehmarn gefordert, weil die Schaffung eines Überangebotes vermieden werden soll und mehrere Plätze im oder am Rande von Landschaftsschutzgebieten liegen.
Fehmarn hat bekanntlich 17 überwiegend hochwertige Campingplätze, alle direkt an der Küste in wunderschöner Natur.
Insgesamt gibt es nach der Statistik der Stadt Fehmarn rund 6 600 Stellplätze.
Nach den letzten Informationen des Bauamtes ist jetzt von einer Erweiterung um zwölf Prozent auszugehen. Mit der UNB konnte sich die Stadt darauf einigen, die Anzahl der Hütten auf die konkrete Bauleitplanung zu verschieben.
Seit Juli 2010 gibt das Land mit der neuen Camping- und Wochenendplatzverordnung die Möglichkeit, auch Campinghäuser mit einer Grundfläche von 40 Quadratmetern plus zehn Quadratmetern Terrasse und bis zu einer Höhe von 3,50 Meter zuzulassen. So genormt sind die Hütten in Skandinavien nicht immer, sie gehen eher von einem unterschiedlichen Bedarf aus.
Die Stadt Fehmarn legt in ihrem Konzept als Kriterium fest, dass die Campinghäuser „in der Regel nicht“ zusätzlich errichtet werden, sondern einhergehend mit einer Qualitätsverbesserung durch Umgestaltung der vorhandenen Standplätze. Die Wochenendplätze sollen an einer Stelle des jeweiligen Campingplatzes errichtet werden. Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt seien zu vermeiden.
Die Einführung des Führerscheins für Gespanne sei ein weiteres Argument für Ferienhütten. Dass auch die Starkwindlagen auf der Fehmarnsundbrücke für die Ferienhütten als Argument aufgeführt sind, scheint indes nicht zu Ende gedacht, weil ja auch die Campingplatzbetreiber gerade gegen die Vollsperrungen sind, und sollte aus der Endfassung wohl besser wieder verschwinden.
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