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Acht Gruppen brannten auf dem zweitägigen Rockfestival ein musikalisches Feuerwerk erster Güte ab

Bands rockten den Kirchberg

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HEILIGENHAFEN (wob) · Selten war der Kirchberg an der Stadtkirche derart gut besucht wie an diesem Wochenende: Musikfreunde aller Stilrichtungen fanden sich hier zum „Rock am Kirchberg“-Festival ein, das sich zum ersten Mal über zwei Tage erstreckte. Von mitreißendem Gospel bis zu krachendem New-Metal wurden sämtliche musikalischen Vorlieben sowohl der älteren als auch der jüngeren Hörerschaft bedient.

© Wolfgang Behrends

Der Heiligenhafener Vierer „Leet“ überzeugte bei seinem letzten Heimspiel besonders das jüngere Publikum mit harten, schnellen Stücken und krachendem, energiegeladenem Sound.

Bei fantastischem Wetter eröffnete das Trio „Tryptichon“ am Freitag das Musikspektakel. Die Mischung aus ruhigen und treibenden Stücken, geprägt von den Klängen der Uilleann Pipes, traf genau den Nerv der zahlreichen Besucher und machte Lust auf mehr.

▪ Die schönste Irin und Blues-Pastor mit Freunden

Den Nachschlag lieferte dann „die schönste Irin in Heiligenhafen“, wie Eugenia McCabe-Schmidt charmant vorgestellt wurde. Neben stimmungsvollen Trinkliedern von der grünen Insel und Gospelstücken, die „Genie“ im Repertoire hatte, durfte natürlich auch der „Heiligenhafen Song“, ein Liebeslied an die Warderstadt, nicht fehlen. Ein mitsingendes und mitklatschendes Publikum honorierte den tollen Auftritt der Heiligenhafener Irin mit anhaltendem Applaus.

Den Blues brachte im Anschluss die Formation „Regel meets Zengel & Friends“ auf die Kirchberg-Bühne. Die rauhe Stimme von Pastor Dr. Jörg Zengel gab dem „Hallitown-Blues“ einen unverkennbaren Klang, während sich Jazz-Koryphäe Reiner Regel mit seinem einmaligen Saxophon-Sound genial einbrachte. So erlebte Heiligenhafen einen Auftritt, der einmalig war. Zu „Regel meets Zengel & Friends“ gehören auch Philipp Tubandt (Gitarre) und Stephan Schmidt (Mundharmonika), die ebenfalls begeistert gefeiert wurden.

Ein letztes Mal an diesem Tag brachte dann der „Holy Harbour Gospel Choir“ den Kirchberg zum Beben. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten konnte der Chor seine stimmlichen Qualitäten ungestört zur Geltung bringen. Auch hier ließ es sich das Publikum nicht nehmen, trotz fortgeschrittener Stunde dem mehr als gelungenen Finale des Tages ausgiebig zu applaudieren.

Die sprichwörtlichen „anderen Saiten“ wurden dann am Sonnabend aufgezogen, denn nun ging es entschieden rockiger zur Sache. Auch wenn das Wetter im Vergleich zum Vortag etwas nachgelassen hatte, füllte sich der Kirchberg besonders nach Anbruch der Dunkelheit mit Scharen von Musikbegeisterten aller Altersklassen, wobei gerade bei den Auftritten der beiden letzten Bands das junge Publikum deutlich in Überzahl war.

Den Auftakt machte die „Second Life Blues Band“ aus Hamburg, die schon beim Soundcheck vor ihrem eigentlichen Auftritt für großen Applaus sorgte. Mit ihren beherzten Rock- und Soul-Nummern gaben die Hansestädter schon einmal die Marschrichtung für den Sonnabend vor – immer nach vorne. Kernigen Deutschrock mit teils witzigen, teils nachdenklichen Texten legte dann die Gruppe „Zweites Ich“ nach. Auch hier zeigte sich das Publikum begeistert vom druckvollen Sound der Ostholsteiner, der auch bei den anderen Auftritten des Tages positiv auffiel; die Tontechniker hatten ganze Arbeit geleistet, um dem „Rock am Kirchberg“ den richtigen Klang zu verschaffen.

▪ Extralange und extralaute Show von „Leet“

Bis zu diesem Zeitpunkt war das Publikum auf dem Kirchberg altersmäßig noch sehr ausgewogen geblieben, doch nun übernahmen vor allem die Jugendlichen den Festivalplatz: Die Nienburger Formation „Mueca“ überzeugte mit einer energiegeladenen Bühnenshow, war aber musikalisch doch wohl etwas zu viel für manch älteren Rockfan. Die Cross-Core-Band war auf Einladung der befreundeten Gruppe „Leet“ aufgetreten und zeigte sich beeindruckt von der Begeisterungsfähigkeit des Heiligenhafener Publikums.

Den Höhepunkt des Sonnabends markierte dann der Auftritt der Heiligenhafener New-Metal-Combo „Leet“: Noch bevor die Band die Bühne betreten hatte, schallten bereits „Leet, Leet, Leet“-Sprechchöre über den Kirchberg und zeugten von der ebenso zahlreichen wie enthusiastischen Anhängerschaft der Lokalmatadore. Für den abschließenden Auftritt ihrer sechsjährigen Karriere mobilisierten die vier Heiligenhafener noch einmal alle Kräfte und boten dem Publikum eine extralange und extralaute Show bis weit über Mitternacht hinaus.

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