HEILIGENHAFEN/FEHMARN (ft) · Das Polizeiboot „Fehmarn“ wurde gestern offiziell getauft. Es kostete 4,2 Millionen Euro und war schon vor der Krise und vor dem Kieler Konsolidierungspaket in Angriff genommen worden.

© Peter Foth
Die attraktive Olympiasiegerin Meike Evers taufte die neue „Fehmarn“. Es gelang ihr erst im zweiten Versuch.
Bei wunderschönem Wetter konnte Landes-Polizeidirektor Burkhard Hamm die Bürgermeister von Heiligenhafen und Fehmarn, die Taufpatin Meike Evers und hochrangige Vertreter der Wasserschutzpolizei der deutschen Küstenländer zur Schiffstaufe des neuen WSP-Bootes „Fehmarn“ begrüßen. Mit der Taufpatin Meike Evers hatte die Wasserschutzpolizei auf eine Frau gesetzt, die als Kommissarin und Olympiasiegerin im Rudern dem Wasser doch sehr verbunden ist.
Dass die Sektflasche erst beim zweiten Wurf am Bug der Fehmarn zerschellte, war der zu langen Wurfleine zuzuordnen, denn die Flasche hatte zuvor die Kaikante berührt.
Nachdem bereits in Kappeln, Kiel und Husum neue Boote dieses Typs in Dienst gestellt wurden, könne die Wasserschutzpolizei nun in Heiligenhafen den vierten Neubau übergeben, sagte Landespolizeidirektor Burkhard Hamm. In die vier neuen Küstenboote habe die Landesregierung 18 Millionen investiert und damit ein deutliches Signal zu Fragen der maritimen Sicherheit auch der Nord- und Ostsee gesetzt.
Mit der „Fehmarn“ erhalte die Wasserschutzpolizei ein Einsatzmittel, dass aus neuesten technischen Erkenntnissen und Standards entwickelt worden und für die Polizeiarbeit auf See hervorragend geeignet sei.
Das Schiff hat eine Länge von 27 Metern, ist 6,20 Meter breit und hat einen Tiefgang von 1,60 Metern. Mit seinen zwei Maschinen von 900 KW erreicht die „Fehmarn“ eine Geschwindigkeit von maximal 24 Knoten. „Es ist ein guter Tag für die Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein aber auch ein guter Tag für den Küstenverbund“, sagte der Chef der Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein, Andreas Görs, der auch die Leiter der WSP aus den angrenzenden Bundesländern Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern in Heiligenhafen begrüßte. Wie Andreas Görs betonte, habe sich das Konzept der Zusammenarbeit unter dem Dach im maritimen Sicherheitszentrum in Cuxhaven bewährt.
Wie gelungen dieses Modell ist, zeige die Tatsache, dass die U. S. Coast Guard sich dieses Modells bemächtigt habe, um ihren eigenen Küstenschutz effizienter zu gestalten, sagte der Chef der Wasserschutzpolizei.
Nach europaweiten Ausschreibungen habe die Fassmer Werft in Berne an der Weser die „Fehmarn“ und ihre Schwesterschiffe gebaut. Die Fassmer-Werft habe sich als kompetenter, vertrauenswürdiger und zuverlässiger Partner erwiesen.
Andreas Görs wünschte dem Schiff und seiner Besatzung allzeit gute Fahrt, die berühmte handbreit Wasser unter dem Kiel und immer eine gesunde und glückliche Rückkehr in den Heimathafen Heiligenhafen.
Mit Stolz verkündete Werftchef Harald Fassmer, dass man den Neubau zum abgesprochen Termin und auch zum vereinbarten Preis abliefern konnte. Die Wasserschutzpolizei habe in der Fassmer-Werft einen Partner, der auch langfristig die Besatzung technisch und jeder Hinsicht unterstütze. Die Fassmer-Werft habe den Wandel im Schiffsbau erkannt und auf den Neubau von kleineren Spezialschiffen gesetzt, so sei man bis 2012 ausgelastet.
Zu den Klängen der Schleswig-Holsteinliedes wurde die Werftflagge niedergeholt und die Landesflagge am Bug der Fehmarn gesetzt. Der Chef der WSP-Schleswig-Holstein, Andreas Görs, überreichte an den Heiligenhafener Revierleiter Volkert Loose symbolisch einen Flaggensatz zu Schiffsübernahme.
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