HEILIGENHAFEN · Tragisches Ende einer Urlaubsreise. Der 74-jährige Christian L. aus Heiligenhafen sowie ein 58-Jähriger aus Cottbus kamen in Äthiopien bei einem Überfall auf eine 27-köpfige Reisegruppe in der Nacht zum Dienstag (17. Januar) ums Leben.
Neben den beiden Deutschen wurden auch noch zwei Ungarn und ein Österreicher erschossen. Das Innenministerium in Kiel hatte am Freitag zur Identität des Opfers aus Schleswig-Holstein in einer Pressemitteilung von einem „74-jährigen Mann aus dem Kreis Ostholstein“ gesprochen und keine näheren Angaben gemacht. Doch es verdichteten sich schnell die Hinweise, dass der Getötete aus der Warderstadt stammt. Wann seine Leiche in die Heimat überführt wird, war zunächst unklar. Das entscheiden die Vertreter von Bundeskriminalamt und dem Auswärtigen Amt vor Ort, sagte ein Ministeriumssprecher aus Kiel.
In der Danakil-Wüste im Grenzgebiet von Äthiopien zu Eritrea ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Übergriffen auf Touristen gekommen. 2007 waren fünf Europäer entführt und nach Zahlung eines Lösegeldes wieder freigelassen worden, und auch 2008 hatte es mehrere Überfälle auf Reisegruppen gegeben. Das Auswärtige Amt in Berlin rät bis auf Weiteres von Reisen in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region dringend ab. · hö/wi
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