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EU-Studie warnt vor Online Abzocke bei Kreditkarten

EU-Studie warnt vor Online-Abzocke

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Brüssel - Vorsicht ist bei Online-Krediten geboten. Das legte eine Studie der EU-Kommission offen, die gravierende Mängel ans Tageslicht brachte. Die Anbieter spielen mit hinterhältigen Tricks.

© AP

Verlangt mehr Transparenz von Kreditanbietern: EU-Kommissar John Dalli

Zwei von vier gutgläubigen Verbrauchern werden abgezockt: Wer sich über das Internet Privatkredite oder Kreditkarten besorgt, droht in die Falle zu tappen.  70 Prozent der Online-Anbieter halten teils entscheidende Informationen zurück, etwa über die tatsächlichen Kreditkosten.

Das geht aus einer am Dienstag von der EU-Kommission vorgestellten Überprüfung hervor. So sei der Kunde oft der Dumme, weil die Kredite teurer seien, als bei Vertragsabschluss ersichtlich, sagte Verbraucherkommissar John Dalli in Brüssel.

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In Deutschland wurden 26 Anbieter überprüft. 20 fielen durch, weil sie die europäischen Rechtsvorschriften verletzen. In Österreich waren es sechs von zehn, in Großbritannien 38 von 47. Nach Dallis Angaben werden dabei nicht nur Informationen wie Art und Höhe der Zinsen oder Abschlussgebühren zurückgehalten. Bei 20 Prozent der beanstandeten Kreditangebote würden die Kunden sogar gezielt getäuscht, sagte der Kommissar. Etwa, indem Kosten für die anfallende Pflichtversicherung schlicht unterschlagen würden. Ein sinnvoller Vergleich verschiedener Angebote sei deswegen oft unmöglich.

Der Markt ist gewaltig: Für das Jahr 2010 geht es laut EU um Beträge von 600 Milliarden Euro. Doch obwohl durch die regelwidrige Abzocke Tausende Verbraucher geschädigt werden, werden die betrügerischen Anbieter von der EU nicht öffentlich gebrandmarkt und ihre Websites vorerst nicht geschlossen. Die Betreiber - in der Regel Banken - werden zunächst von den nationalen Behörden aufgefordert, ihre Angebote regelkonform zu machen.

Nur, wenn sie darauf nicht reagieren, könnten harte Geldstrafen oder Sperrungen durchgesetzt werden, hieß es in der Kommission. Die Entscheidung liege bei den nationalen Behörden. Erst im Herbst erwartet Brüssel die nächsten Berichte aus den Mitgliedsstaaten und will darüber informieren. Bis dahin tappen die Verbraucher im Internet weiter im Dunkeln.

dapd

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