Vor dem Berliner Kunsthaus Tacheles beteiligten sich am Donnerstagabend etwa ein Dutzend Künstler an der Zerstörung von Bildern. Auch im nordostitalienischen Triest hätten am selben Tag italienische und kroatische Künstler eigene Werke aus Solidarität verbrannt, teilte das Museum für zeitgenössische Kunst (CAM) im kampanischen Casoria am Freitag mit. Dort hatte Museumsleiter Antonio Manfredi am 17. April damit begonnen, aus Protest Bilder aus den Beständen zu verbrennen.
Wöchentlich sollen mehrere Werke verbrannt werden. Das Museum der 80 000-Einwohner-Stadt hat dafür ein Dutzend Bilder internationaler Künstler ausgesucht, darunter eines der Deutschen Astrid Stöfhas. Alle Künstler seien während der Aktion anwesend oder via Internet dabei. Man mache weiter, bis Hilfe komme, hatte Manfredi erklärt. Denn ohne Investitionen sei es besser, diese Werke zu zerstören.
Das vor sieben Jahren gegründete, nicht subventionierte Museum ist nach den Angaben auf einer Fläche von etwa 3000 Quadratmetern in einer ehemaligen Schule entstanden. Rund 1000 Kunstwerke seien dort zu sehen. Sie stammten von Künstlern aus mehr als 60 Nationen.
dpa








