Spektakuläre Bilderverbrennungen bei Neapel finden Nachahmer

    • aHR0cDovL3d3dy5mZWhtYXJuMjQuZGUvbmFjaHJpY2h0ZW4va3VsdHVyL3NwZWt0YWt1bGFlcmUtYmlsZGVydmVyYnJlbm51bmdlbi1uZWFwZWwtZmluZGVuLW5hY2hhaG1lci0yMjk0OTkzLmh0bWw=2294993Kultur-Protest: Museen verbrennen Bilder0true
    • 27.04.12
    • Kultur
    • Drucken

Kultur-Protest: Museen verbrennen Bilder

    • recommendbutton_count100
    • 0
    • 0

Neapel - Die spektakulären Bilderverbrennungen eines privaten Museums bei Neapel aus Protest gegen finanzielle Not haben solidarische Nachahmer gefunden - auch in Deutschland.

cam

© dpa

CAM-Chef Manfredi beim Bilderverbrennen 

Vor dem Berliner Kunsthaus Tacheles beteiligten sich am Donnerstagabend etwa ein Dutzend Künstler an der Zerstörung von Bildern. Auch im nordostitalienischen Triest hätten am selben Tag italienische und kroatische Künstler eigene Werke aus Solidarität verbrannt, teilte das Museum für zeitgenössische Kunst (CAM) im kampanischen Casoria am Freitag mit. Dort hatte Museumsleiter Antonio Manfredi am 17. April damit begonnen, aus Protest Bilder aus den Beständen zu verbrennen.

Unterstützung für die Aktionen des süditalienischen Museums habe es auch aus Großbritannien und Griechenland gegeben, berichtete die Pressesprecherin des CAM-Museums, Graziella Melania Geraci. Seit dem Start der Aktion wurden ihren Angaben zufolge fünf Bilder verbrannt, am Freitagabend sollten zwei weitere Werke folgen. „Gemeinsam mit diesen Werken geht die Kultur unseres Landes in Flammen auf“, meint das Museum zu seinem „Kunstkrieg“, der in Italien bisher nur begrenzt Aufmerksamkeit erhalten hat. Museumsleiter Manfredi sieht sich als Vorreiter in der Krise, auch andere Museen stecken in Finanznöten.

Wöchentlich sollen mehrere Werke verbrannt werden. Das Museum der 80 000-Einwohner-Stadt hat dafür ein Dutzend Bilder internationaler Künstler ausgesucht, darunter eines der Deutschen Astrid Stöfhas. Alle Künstler seien während der Aktion anwesend oder via Internet dabei. Man mache weiter, bis Hilfe komme, hatte Manfredi erklärt. Denn ohne Investitionen sei es besser, diese Werke zu zerstören.

Das vor sieben Jahren gegründete, nicht subventionierte Museum ist nach den Angaben auf einer Fläche von etwa 3000 Quadratmetern in einer ehemaligen Schule entstanden. Rund 1000 Kunstwerke seien dort zu sehen. Sie stammten von Künstlern aus mehr als 60 Nationen.

dpa

zurück zur Übersicht: Kultur

Regeln fürs Kommentieren:
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.

Kommentare

Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

http://www.facebook.com/fehmarn24280falsefalsefalse

Computer & Wissen

Lotto-Live-Ziehung künftig im Internet

Lotto-Live-Ziehung künftig im Internet

Saarbrücken - Ab Juli wird die Ziehung der Lotto-Zahlen nicht mehr live im Fernsehen übertragen. Wer die Auswahl der Kugeln in Echtzeit verfolgen will, kann das im Internet tun.Mehr...

Microsoft-Präsentation: Xbox One - Details zur Spielekonsole

Microsoft: Das kann die neue Xbox One

Seattle - Microsoft hat am Dienstag die Xbox One vorgestellt. Die neue Spielekonsole setzt verstärkt auf multimediale und Fernseh-Unterhaltung. Dabei helfen viele nette Gimmicks.Mehr...

„Wall Street Journal“: Yahoo greift bei Blog-Plattform Tumblr zu

Yahoo krallt sich Blog-Plattform Tumblr

New York - Der bei jungen Leuten beliebte Blog-Dienst Tumblr gehört künftig zu Yahoo. Das Internet-Urgestein lässt sich diese Verjüngungskur 1,1 Milliarden Dollar (855 Mio Euro) kosten.Mehr...

Meist gelesene Artikel

  • 30 Tage
  • Themen
tannhäuser

Nazi-"Tannhäuser" sorgt für Opern-Skandal

Düsseldorf - „Tannhäuser“ als Nazi-Verbrecher, eine Gaskammer zur berühmten Ouvertüre und brutales Morden auf der Bühne - eine Wagner-Inszenierung löst bei der Premiere in Düsseldorf Empörung aus.Mehr...

Artikel lizenziert durch © fehmarn24
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.fehmarn24.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

Lesen Sie auch

Dialogforum besprach Chancen und Risiken

Dialogforum besprach Chancen und Risiken

Fehmarn - OSTHOLSTEIN · Auf dem zehnten Dialogforum befassten sich die Teilnehmer mit den Chancen und Risiken der Festen Fehmarnbeltquerung. Für die Chancen sprach Stephan Siegert von der Planungsgesellschaft Femern A/S. Die Risiken zeigte Michael Bonne von der Allianz gegen eine Feste Fehmarnbeltquerung auf. Weiterhin ergänzte Uwe Polkaehn vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) die Reihe der Vortragenden.Mehr...

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.