Stiftung für die documenta geplant

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    • 19.06.12
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Stiftung für die documenta geplant

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Kassel - Zur Ausstellung documenta soll eine Stiftung gegründet werden. Während der laufenden Ausstellung ist das Projekt aber für drei Monate zurückgestellt worden.

© dapd

Das Museum Fridericianum in Kassel bei der internationalen Schau zeitgenoessischer Kunst "documenta (13)".

Die Arbeit an der Realisierung und der Suche nach Geldgebern sei aufgeschoben worden, um „nicht mit der laufenden documenta ins Gehege zu kommen“, sagt Initiator Prof. Rainer Ludewig. Vor dem Beginn der Weltkunstschau seien aber bereits Vorarbeiten gelaufen.

Mehr Infos rund um die documenta gibt es hier

Ludewig hatte die Stiftungs-Idee vor einem Jahr zum ersten Mal an die documenta GmbH herangetragen. Zuvor hatte der 86-jährige Kasseler sich erfolgreich für die Einrichtung einer Brüder-Grimm-Stiftungsprofessur an der Uni Kassel eingesetzt. 360 000 Euro hatte er für diese zusammenbekommen. „Das hat mir Mut gegeben zu sagen, jetzt packen wir die documenta- Stiftung an“, sagt Ludewig, der zum Ehrenbürger der Universität Kassel ernannt wurde.

Nicht nur punktuell präsent

Ludewig war aber nicht der Erste, der sich mit dem Gedanken getragen hat, die documenta auf eine breitere Basis zu stellen. documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld ist es schon lange ein Anliegen, die Ausstellung nicht nur punktuell alle fünf Jahre präsent zu machen. So ist unter anderem daran gedacht, die Geschichte der documenta mithilfe der gesammelten Dokumente und Materialien – etwa Fotos, Videos, Briefwechsel mit Künstlern – dauerhaft und ansprechend für die Öffentlichkeit in einem vergrößerten documenta-Archiv zu präsentieren. Auch die Einrichtung eines documenta-Institutes war einst im Gespräch.

Doch bislang fehlen dafür die finanziellen und räumlichen Rahmenbedingungen. Eine finanziell gut ausgestattete Stiftung könnte Bewegung in diese Vorhaben bringen.

Es sei eine Liste mit möglichen Stiftern erstellt worden, sagt Ludewig. Dies seien vermögende Personen mit Interesse an zeitgenössischer Kunst. Verhandlungen würden nun nach und nach geführt. Um diese nicht zu gefährden, könne er öffentlich keine Namen nennen.

Von Bastian Ludwig

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