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Freie Wähler spotten über Stoiber-Auftritt

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Deggendorf - Auch die Freien Wähler zogen beim Aschermittwochstreffen über ihre Kollegen her. Der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger nannte Seehofers Vorhaben des Schuldenabbaus ein "Massaker.

© dpa

Politischer Aschermittwoch der Freien Wähler: Fähnchen stehen am Mittwoch bei der Veranstaltung der Partei in Deggendorf

Die Freien Wähler (FW) haben am Aschermittwoch erneut den von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) angekündigten Schuldenabbau Bayerns bis 2030 scharf kritisiert. Der Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, nannte das Vorhaben am Mittwoch in Deggendorf ein “Massaker“. Er befürchtet, dass dieser Plan ausschließlich zu Lasten der Kommunen geht. “Der große Bruder muss erstmal die kleine Schwester vorlassen, ehe er selbst zum Suppentopf drängt“, sagte Aiwanger.

Attacken und Bier: Bilder vom politischen Aschermittwoch

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Die Freien Wähler spotteten bei ihrem Aschermittwochstreffen zudem über den Auftritt von Ex-CSU-Chef Edmund Stoiber in Passau. “Wenn der Archaeopteryx aus Wolfratshausen die CSU wieder aufrichten soll, muss sie wahrlich auf dem Boden liegen“, sagte Aiwanger. Vor Jahren sei Stoiber abgesägt worden, jetzt hole die CSU ihn zurück. Der politische Aschermittwoch der CSU werde wohl bald unter dem Motto “Körperwelten an der Donau“ veranstaltet, sagte Aiwanger.

Ohnehin sehen die Freien Wähler die CSU auf dem absteigenden Ast und werfen ihnen Überheblichkeit vor. “Horst Seehofer sagt, dass oben ist, wo die CSU ist. Nur weil er zwei Meter groß ist und die Nase oben hat. Das ist Bockmist“, wetterte Aiwanger unter dem tosenden Applaus der gut 1000 Anhänger. Gleichwohl schließt Aiwanger weiterhin nicht aus, vielleicht auch mit der CSU im Wahljahr 2013 zu koalieren.

Die Freien Wähler wollen im kommenden Jahr erstmals in den Bundestag einziehen. Zudem kämpfen sie bei der Landtagswahl in Bayern für eine Regierungsbeteiligung. “Wir werden rot-grünes Konfetti und auch eine schwarze Suppe verhindern“, versprach der Bundesvorsitzende. Die Freien Wähler waren 2008 mit 10,2 Prozent als drittstärkste Fraktion in den bayerischen Landtag eingezogen.

dpa

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