Athen - Das Loch in Griechenlands Kasse ist wohl noch größer als erwartet. Grund: Wegen des harten Sparprogramms und der anhaltenden Rezession wird mit weniger Wirtschaftsleistung gerechnet.
Das Haushaltsdefizit Griechenlands 2012 dürfte deutlich höher ausfallen, als erwartet. Das geht aus einem Zusatz-Haushalt vor, der dem griechischen Parlament am Mittwoch vorgelegt wurde. Wie das staatliche Fernsehen (NET) weiter berichtete, wird nun mit einem Defizit in Höhe von 6,7 Prozent der Wirtschaftsleistung gerechnet - nach ursprünglich 5,4 Prozent. Die Korrektur sei Folge des harten Sparprogramms und der anhaltenden Rezession. Im Zusatz-Haushalt sind Einsparungen in Höhe von 3,2 Milliarden vorgesehen.
Unter anderem sollen 25 Forschungszentren des griechischen Bildungsministeriums geschlossen werden. Zudem werden viele Renten rückwirkend ab 1. Januar 2012 gekürzt, die Löhne von Bürgermeistern um zehn Prozent. Der Mindestlohn von 751 Euro soll um 22 Prozent gedrückt werden. Die Regierung rechnet wegen der geringeren Einkommen von Arbeitnehmern und Rentnern mit drei Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen.
dpa
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