VW: Freie Fahrt für Zukunft mit Porsche - Steuervorwürfe unfair

    • aHR0cDovL3d3dy5mZWhtYXJuMjQuZGUvbmFjaHJpY2h0ZW4vd2lydHNjaGFmdC92dy1mcmVpZS1mYWhydC16dWt1bmZ0LXBvcnNjaGUtc3RldWVydm9yd3VlcmZlLXVuZmFpci0yMzc5MTc3Lmh0bWw=2379177Steuerbetrug? VW-Boss verteidigt Porsche-Deal0true
    • 05.07.12
    • Wirtschaft
    • Drucken
Fiskus entgehen Milliarden

Steuerbetrug? VW-Boss verteidigt Porsche-Deal

    • recommendbutton_count100
    • 0
    • 0

Wolfsburg - Nach dem langen Warten auf den Komplettkauf der Porsche AG sieht sich die VW-Spitze fast am Ziel. Doch die Steuerfrage sorgt für Zündstoff.

© dpa

VW-Vorstandschef Martin Winterkorn.

Der vorgezogene Kauf der restlichen Anteile an der Porsche AG markiert für die VW-Spitze eine Zeitenwende bei Europas größtem Autokonzern. “Jetzt ist der Weg frei für eine gemeinsame Zukunft“, sagte Vorstandschef Martin Winterkorn am Donnerstag in der Wolfsburger Volkswagen-Zentrale.

An dem nun überraschend schnellen Zusammenschluss wohl schon zum 1. August kommt heftige Kritik aus der Politik, weil die Unternehmen dabei ein Schlupfloch im Steuerrecht ausnutzten. Andernfalls hätten sie Schätzungen nach rund 1,5 Milliarden Euro Steuern für das Geschäft überweisen müssen.

Fragen und Antworten rund um den VW-Porsche-Deal

Der Staat ist nach Ansicht von Volkswagen bei der Übernahme aber nicht der große Verlierer. “Es fallen Steuern von deutlich über 100 Millionen Euro an. Diese Steuern sind transaktionsbedingt“, erklärte Finanzchef Hans Dieter Pötsch. Zudem könnten die beiden Autobauer zusammen Kostenvorteile heben und so mehr Gewinn machen. Darstellungen, wonach die gewählte Konstruktion gezielt ein Steuerschlupfloch ausnutze, wies er entschieden zurück: “Die kolportierten Zahlen über entgangene Steuerzahlungen in Milliardenhöhe entbehren aber jeder Grundlage.“

So viel verdienen Merkel, Ackermann & Co. - Spitzengehälter in Politik und Wirtschaft

zurück

vor

Kern des Deals ist, dass VW den grundsätzlich steuerpflichtigen Kauf der noch ausstehenden zweiten Hälfte der Porsche AG als eine - ausdrücklich legale - Umstrukturierung ausweist. Die ist steuerfrei.

Das Unternehmen hatte am Mittwochabend angekündigt, die monatelange Hängepartie um das weitere Vorgehen bei Porsche durch die Übernahme der übrigen 50,1 Prozent des operativen Sportwagengeschäfts der Stuttgarter zu beenden. 49,9 Prozent gehören den Wolfsburgern schon. Wohl bereits zum 1. August will VW die noch fehlenden Aktien erwerben. Dafür zahlt der Autobauer rund 4,46 Milliarden Euro in bar. Nach der gescheiterten Fusion hatte VW zunächst erwogen, Porsche in den kommenden Jahren über Optionsgeschäfte unter sein Dach zu holen.

Aus Sicht Winterkorns stellt der mit Spannung erwartete Deal ein zentrales Datum für die gesamte Automobilbranche dar: “Volkswagen und Porsche gehören zusammen. So können wir unsere wirtschaftliche und technologische Leistungsfähigkeit noch einmal deutlich steigern.“

Der neue Porsche Boxster

zurück

vor

Porsche-Chef Matthias Müller will mit den Milliardenmitteln die Ausgaben drücken, aber auch den Aufbau neuer Geschäfte voranbringen: “Damit wollen wir strategische Investitionen vornehmen“, sagte Müller.

Ziel ist ein integrierter Konzern, in dem Gemeinschaftsprojekte in Entwicklung und Vertrieb angeschoben sowie langfristig bis zu 700 Millionen Euro pro Jahr an Kosten eingespart werden sollen. “Die bisherige rechtliche Trennung von VW und Porsche hat verhindert, die Synergiepotenziale komplett einzuschätzen“, erklärte Müller.

Mit einem Kunstgriff will Volkswagen allerdings die befürchteten hohen Steuerzahlungen beträchtlich drücken. Eine spezielle Regelung erlaubt es den Wolfsburgern, das Porsche-Geschäft als Umstrukturierung im Konzern anstatt als normalen Kauf externer Anteile zu definieren - wenn zugleich eine VW-Stammaktie nach Stuttgart verschoben wird. Aus der Politik kam hierzu heftige Kritik, vor allem aus dem Porsche-Stammland Baden-Württemberg und von der FDP.

Wie die Zeit vergeht mit dem VW Bus...

zurück

  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Modelle Geschichte
  • VW Bus Multivan
  • VW Bus Modelle Geschichte

vor

FDP-Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle sagte dem “Handelsblatt“ (Freitag), wenn Weltkonzerne mit solchen Steuertricks Milliarden an Steuern sparen könnten, müsse sich jeder Steuerzahler veräppelt fühlen. “Von so viel Nachsicht der Finanzämter können viele Handwerker nur träumen.“ Brüderle räumte aber ein: “Das mag alles legal sein, zeigt aber, wie dringend wir ein einfacheres und gerechteres Steuerrecht brauchen.“

Pötsch sagte zu der nun tatsächlich anfallenden viel geringeren Steuerlast: Die genannten mehr als 100 Millionen Euro ergäben sich nicht aus einer Schätzung staatlicher Mehreinnahmen, die ein stärkeres Autogeschäft dank des früheren Porsche-Einbaus auslösen dürfte. Sie bezögen sich vielmehr direkt auf den Erwerb der Anteile - etwa durch die Zahlung von Grunderwerbsteuer. Im Fall eines Abwartens bis Mitte 2014 wäre VW überdies nicht völlig steuerfrei davongekommen, sagte Pötsch. Die Summe wäre dann aber nicht “nennenswert“ gewesen.

Winterkorn erklärte, der Porsche-Kauf sei “gut für Volkswagen, für Porsche und für den Industriestandort Deutschland“. Er sichere Jobs, am VW-Stammsitz in Wolfsburg werde keinesfalls gerüttelt. Porsche solle als Marke außerdem eigenständig bleiben. Die Betriebsräte von Volkswagen und Porsche sowie Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) sprachen von einem Meilenstein in der Entwicklung.

dpa

zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Regeln fürs Kommentieren:
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.

Kommentare

Politik

Piratin Graf meutert gegen Fraktionschef

Piratin Graf meutert gegen Fraktionschef

Berlin - Die Berliner Abgeordnete Susanne Graf von der Piratenpartei hat sich scharf von Fraktionschef Christopher Lauer distanziert. Der hatte Fraktionsmitgliedern mit Sanktionen gedroht.Mehr...

SPD und Grüne attackieren de Maizière wegen „Euro Hawk“

De Maizière wegen „Euro Hawk“ in der Kritik

Berlin - Seit wann sind die Zulassungsprobleme bei dem gescheiterten Drohnen-Projekt bekannt und warum wurde erst so spät die Reißleine gezogen? Der Verteidigungsminister muss sich kritischen Fragen stellen.Mehr...

Bundeskanzlerin Angela Merkel will Wälder zu Wildnis werden lassen

Merkel: Teil der Wälder soll zu Wildnis werden

Berlin/Prora - Fünf Prozent der Waldfläche in Deutschland sollen nach dem Willen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Wildnis werden.Mehr...

Meist gelesene Artikel

  • Heute
  • 7 Tage
  • 30 Tage
  • Themen

Bill Gates wieder reichster Mann der Welt

New York - Bill Gates hatte den Titel des reichsten Menschen der Welt vor einigen Jahren verloren - auch weil der Microsoft-Gründer großzügig spendet. Nun steht er wieder an Platz eins.Mehr...

Altmaier warnt: Strom wird bald noch teurer

Berlin - Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) warnt vor einem weiteren Strompreisanstieg durch steigende Kosten bei der Energiewende.Mehr...

Altmaier warnt: Strom wird bald noch teurer

Berlin - Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) warnt vor einem weiteren Strompreisanstieg durch steigende Kosten bei der Energiewende.Mehr...

Börse & Finanzen

Artikel lizenziert durch © fehmarn24
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.fehmarn24.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

Lesen Sie auch

DLRG ist wieder im Strandeinsatz

HEILIGENHAFEN · Die Badesaison kann kommen. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen, denn sicher ist der Heiligenhafener Hauptbadestrand seit Kurzem wieder. Die erste Mannschaft der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) bezog kürzlich die Quartiere in der Hauptwache und wird künftig auf den Türmen entlang des Strandes Wache schieben. Wachleiter ist Hartwig Weißmann aus der Ortsgruppe Heiligenhafen.Mehr...

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.