Köln - Der 1. FC Köln hat in diesem Jahr richtige Karnevalsprobleme. Nur FC-Ikone Lukas Podolski hatte in diesem Jahr richtig Spaß.

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Lukas Podolski auf dem Wagen
Nur FC-Ikone Lukas Podolski hatte in diesem Jahr richtig Spaß am kölschen Karneval. Während der Starspieler des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln in der Uniform der Ehrengarde am Rosenmontagszug auf dem Präsidentenwagen mitfuhr und unter anderem Plüsch-Geißböcke ins närrische Volk warf, hatte sich der schwarze Fastelovend für den Klub zuvor fortgesetzt.
Am Sonntag wurde FC-Profi Kevin Pezzoni bei einer Karnevalsfeier von einem Unbekannten per Faustschlag niedergestreckt und erlitt einen Nasenbeinbruch. Klub-Boss Claus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, meinte entrüstet: „Wer Spieler des Vereins tätlich angreift, darf sich nicht Fan des 1. FC Köln nennen. Das hat auch mit Karneval nichts mehr zu tun. Ganz gleich, welcher Frust bei den Fans vorherrschen mag: Sobald unsere Spieler körperlich angegangen werden, werden Grenzen des Miteinander klar überschritten. Wir stehen Kevin Pezzoni zur Seite, verurteilen diese schändliche Tat und erwarten, dass der Täter zur Rechenschaft gezogen wird.“
Liebe und Hass der Fans liegen beim FC fast schon traditionell ganz eng beisammen. Zu Ostern vergangenen Jahres hatte es beim Traditionsklub heftige Drohungen von Anhängern durch Schmierereien auf Werbebanden auf dem Klubgelände am Geißbockheim („Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot“) gegeben. Der Klub stellte damals Strafanzeige.
Strec
Am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) kommt es nun zum brisanten und richtungweisenden Derby gegen Vizemeister Bayer Leverkusen. Der Fall Pezzoni war die Fortsetzung unrühmlicher Karnevalserlebnisse aus Kölner Sicht. Nach der FC-Karnevalssitzung in der vergangenen Woche war der Slowene Miso Brecko in die Negativschlagezeilen geraten. Der Rechtsverteidiger war mit seinem Wagen in eine Baustelle gefahren und hatte sich dort auf den Gleisen festgefahren.
Bei einer anschließenden Alkoholkontrolle stellte die Polizei einen Promille-Wert von 1,6 bei dem slowenischen Nationalspieler fest. Brecko erhielt vom Klub wegen „unprofessionellen Verhaltens in der Öffentlichkeit und der Verletzung seiner Vorbildfunktion als Spieler des 1. FC Köln“ eine Geldstrafe.
Michael Rensing hatte derweil persönlich seine Konsequenzen gezogen. Der Torwart, der eine Einladung der Roten Funken zum Rosenmontagszug erhalten hatte, verzichtete auf das närrische Treiben - er blieb lieber zu Hause.
sid



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