Dabei waren die Vorstellungen nach dem siebten Platz in der Saison 2010/11 (96:79 Toren/52 Punkte), die von vielen Trainerwechseln geprägt war, eine ganz andere. Mit Americo „Mecki“ Antunes wurde ein erfahrener Verbandsligaspieler geholt, der als Spielertrainer den SVG wieder zum Erfolg führen sollte. Unter die ersten fünf Teams wollte Antunes mit seiner Mannschaft kommen. So wie in der Saison 2008/09 als der SVG mit dem vierten Platz (84:55/58 Punkte) nach dem Zwangsabstieg den sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisliga verpasste. Ein Jahr später wurde der SVG Fünfter (69:68/41 Punkte).
Die SVG-Anhänger mussten hartgesotten sein in dieser Saison. Zu Hause gab es ganze drei magere Heimsiege. Minusrekord in den letzten vier Jahren. Bis in den Oktober hinein mussten die Fans warten, bis der erste Dreier auf heimischen Platz bejubelt werden konnte. Gegen den FC Riepsdorf am 9. Oktober gelang ein 1:0-Sieg. Heiko Schumacher schoss damals den einzigen Treffer in der nervenaufreibenden Partie. Der SVG brachte sich gegen Riepsdorf durch zwei Gelb-Rote Karten gegen Günter Schwarz und Maic Fritze noch selbst in Gefahr. Der FCR agierte mit langen Bällen, statt es über die Flügel zu probieren.
So siegte der SVG mit 2:0 beim Bosauer SV. Doch auch die Konkurrenz punktete dreifach, sodass der Abstiegskampf weiter spannend blieb. So musste erneut ein ungewöhnliche Maßnahme her. Obmann Hansi Reiner lud zum Abendbrot. doch es gab nur Apfel- und Orangensaft zu trinken. Mit 3:1 konnte der BCG Altenkrempe zu Hause bezwungen werden. Der zweite Heimsieg kurz vor dem Saisonende war eingefahren. Der SVG stand mit vier Punkten Vorsprung auf einem Nichtabstiegsplatz. Zwei Spiele wurden noch ausgetragen. Gegen den TSV Schönwalde (am Vorabend wurde beim Spielertrainer gegrillt) wurde die 1:5-Niederlage einkalkuliert. Der Erzrivale TSV Heiligenhafen schickte den SV Schashagen-Pelzerhaken mit einem 7:2-Erfolg in die B-Klasse. Mit 6:3 schlug der SVG den Griebeler SV zu Hause am letzten Spieltag. Der dritte Heimsieg und der Saisonabschluss wurde gebührend mit den Fans gefeiert.
Das Problemkind beim SVG war wieder einmal die Defensive. 78 Gegentreffer sprechen eine deutliche Sprache. Dabei hatte Antunes kurz vor dem ersten Pflichtspiel noch gefordert: „Nur im Abwehrverhalten müssen wir cleverer agieren“,
Nun der Lichtblick: Der SV Großenbrode schaffte etwas, was keinem anderen Team gelang. Dem Meister SC Cismar konnte die Antunes-Elf zwei Unentschieden abringen. Nach drei Niederlagen zu Saisonbeginn schaffte der SVG in Grömitz ein 1:1. Schumacher erzielte zwei Minuten vor Schluss den umjubelten Ausgleichstreffer.
Im Rückspiel führte der SVG bereits mit 2:0. Schumacher (7., 51.) hatte zweimal getroffen. Cismar schaffte in der Schlussphase durch Sager (80.) und Mielke (86.) den Ausgleich zum 2:2.













