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    • 12.06.12
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Saisonrückblick: Seuchenjahr endete mit Platz 13 – Defensive mit 78 Gegentoren weiter das große Sorgenkind

Viel Schatten, wenig Licht beim SVG

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Fehmarn - Von Lars BraeschGROSSENBRODE · Nach der Staffelreform 2008 hat sich der SV Großenbrode kontinuierlich in der A-Klasse verschlechtert. In der jüngst abgelaufenen Saison belegte der SVG Platz 13, die schlechteste Platzierung seit vier Jahren. Ein Seuchenjahr, dass fast mit dem Abstieg in die B-Klasse endete. 54:78 Tore und magere 29 Punkte

In seinem ersten Jahr bei den Senioren erzielte Linus Sehne (r.) fünf Treffer für den SV Großenbrode. Nach einem Seuchenjahr wäre der SVG beinahe abgestiegen. ·

© Foto: Andreas Höppner

In seinem ersten Jahr bei den Senioren erzielte Linus Sehne (r.) fünf Treffer für den SV Großenbrode. Nach einem Seuchenjahr wäre der SVG beinahe abgestiegen. ·

Dabei waren die Vorstellungen nach dem siebten Platz in der Saison 2010/11 (96:79 Toren/52 Punkte), die von vielen Trainerwechseln geprägt war, eine ganz andere. Mit Americo „Mecki“ Antunes wurde ein erfahrener Verbandsligaspieler geholt, der als Spielertrainer den SVG wieder zum Erfolg führen sollte. Unter die ersten fünf Teams wollte Antunes mit seiner Mannschaft kommen. So wie in der Saison 2008/09 als der SVG mit dem vierten Platz (84:55/58 Punkte) nach dem Zwangsabstieg den sofortigen Wiederaufstieg in die Kreisliga verpasste. Ein Jahr später wurde der SVG Fünfter (69:68/41 Punkte).

Die SVG-Anhänger mussten hartgesotten sein in dieser Saison. Zu Hause gab es ganze drei magere Heimsiege. Minusrekord in den letzten vier Jahren. Bis in den Oktober hinein mussten die Fans warten, bis der erste Dreier auf heimischen Platz bejubelt werden konnte. Gegen den FC Riepsdorf am 9. Oktober gelang ein 1:0-Sieg. Heiko Schumacher schoss damals den einzigen Treffer in der nervenaufreibenden Partie. Der SVG brachte sich gegen Riepsdorf durch zwei Gelb-Rote Karten gegen Günter Schwarz und Maic Fritze noch selbst in Gefahr. Der FCR agierte mit langen Bällen, statt es über die Flügel zu probieren.

Insgesamt kommt der 33-jährige Stürmer Schumacher auf 24 Saisontore. Der 19-jährige Youngster Fabian Plöger traf zwölfmal ins Schwarze. Auf fünf Saisontore bringt es der 18-jährige Linus Sehne. Spielertrainer Antunes erzielte ein Tor. Und es sollte ein ganz wichtiger Treffer für den SVG werden. Bei Eutin 08 II lagen die Großenbroder zur Halbzeit mit 1:3 zurück. Beim Pausentee brannte in der Kabine die Luft. Spielertrainer Americo „Mecki“ Antunes drohte seinem Team mit Rücktritt: „Wenn wir nicht mindestens einen Punkt holen, dann höre ich auf.“ Linus Sehne wurde beim Stand von 2:3 im Eutiner Strafraum gefoult. Foulelfmeter für die Grün-Weißen. Antunes trat an und verwandelte eiskalt. Somit hatte er seinen eigenen Kopf gerettet. Nicht auszudenken, wenn er diesen Strafstoß versemmelt hätte. Anschließend konnte der SVG den Abstiegskrimi auf der Hohen Weide in Riepsdorf mit 2:0 gewinnen. Es folgten eine 3:4-Heimniederlage gegen den Kabelhorst-Schwienkuhler SC und eine 2:4-Pleite beim Sereetzer SV. Vom 14. Spieltag an lag der SVG auf Platz 13. Ein Abstiegskrimi jagte den nächsten. Am 26. Spieltag reiste der SV Dissau an den Sund. Es sollte laut eigener Aussage das „wichtigste Spiel der Saison“ werden. Mit 1:2 unterlag der SVG und rutschte erstmalig auf einen Abstiegsrang ab. Nun jagte eine Krisensitzung die nächste. Es wurde vor jedem Spiel gemeinsam gefrühstückt, da der SVG meistens die erste Halbzeit verschlief, Einige Spieler sollten bereits für die Saison 2012/13 zugesagt haben, diese Zusage galt jedoch nur für die A-Klasse.

So siegte der SVG mit 2:0 beim Bosauer SV. Doch auch die Konkurrenz punktete dreifach, sodass der Abstiegskampf weiter spannend blieb. So musste erneut ein ungewöhnliche Maßnahme her. Obmann Hansi Reiner lud zum Abendbrot. doch es gab nur Apfel- und Orangensaft zu trinken. Mit 3:1 konnte der BCG Altenkrempe zu Hause bezwungen werden. Der zweite Heimsieg kurz vor dem Saisonende war eingefahren. Der SVG stand mit vier Punkten Vorsprung auf einem Nichtabstiegsplatz. Zwei Spiele wurden noch ausgetragen. Gegen den TSV Schönwalde (am Vorabend wurde beim Spielertrainer gegrillt) wurde die 1:5-Niederlage einkalkuliert. Der Erzrivale TSV Heiligenhafen schickte den SV Schashagen-Pelzerhaken mit einem 7:2-Erfolg in die B-Klasse. Mit 6:3 schlug der SVG den Griebeler SV zu Hause am letzten Spieltag. Der dritte Heimsieg und der Saisonabschluss wurde gebührend mit den Fans gefeiert.

Das Problemkind beim SVG war wieder einmal die Defensive. 78 Gegentreffer sprechen eine deutliche Sprache. Dabei hatte Antunes kurz vor dem ersten Pflichtspiel noch gefordert: „Nur im Abwehrverhalten müssen wir cleverer agieren“,

Nun der Lichtblick: Der SV Großenbrode schaffte etwas, was keinem anderen Team gelang. Dem Meister SC Cismar konnte die Antunes-Elf zwei Unentschieden abringen. Nach drei Niederlagen zu Saisonbeginn schaffte der SVG in Grömitz ein 1:1. Schumacher erzielte zwei Minuten vor Schluss den umjubelten Ausgleichstreffer.

Im Rückspiel führte der SVG bereits mit 2:0. Schumacher (7., 51.) hatte zweimal getroffen. Cismar schaffte in der Schlussphase durch Sager (80.) und Mielke (86.) den Ausgleich zum 2:2.

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