Vier Spieltage vor Schluss standen die Grün-Weißen nach einem 1:2 gegen den SV Dissau sogar auf einem Abstiegsplatz und mit einem Bein in der B-Klasse. Dann gab‘s als teambildende Maßnahme nur noch Apfelsaft und O-Saft. Wenig schmackhaft für das Abstiegsgespenst, das mit neun Punkten aus den letzten vier Partien doch noch vertrieben werden konnte.
Beim SVG war von Beginn an Sand im Getriebe. Vor allem auf eigenem Platz lief gar nichts zusammen. Vor den letzten beiden Heimsiegen im Mai (3:1 gegen Altenkrempe und 6:3 gegen Griebel) fuhren die Grün-Weißen, die lange Zeit in gewöhnungsbedürftigem Zitronengelb-Grau auftraten, lediglich einen dreifachen Punktgewinn ein – 1:0 gegen Schlusslicht FC Riepsdorf. Selbst im Kreispokal kam bei der SG Cashagen (13. B-Klasse) das frühe Aus.
Der große Schwachpunkt des SV Großenbrode war die oft schwerfällige Abwehr. 78 Gegentore sprechen für sich, im Schnitt schlug es in jedem dritten Spiel mindestens vier Mal hinter Keeper Rene Deutsch ein. Die Defensivabteilung ist daher eine große Baustelle für Coach „Mecki“ Antunes, der im Sommer sein Traineramt angetreten hatte.
Wie in den letzten Jahren auch war Verlass auf Torjäger Heiko Schumacher. Auf das Konto des 33-Jährigen gingen 24 Tore. Fabian Plöger erzielte immerhin zwölf Treffer, weitere Knipser drängten sich nicht auf. Die Folge: Der SVG war viel zu leicht auszurechnen.
Konnte die Antunes-Elf in dieser Magerkost-Saison doch einmal Erfolge feiern, dann musste schon alles passen. Die Ansätze waren durchaus da, wie die beachtenswerten Unentschieden gegen A-Klassen-Meister SC Cismar (1:1 und 2:2) unter Beweis stellten. Gegen den Spitzenreiter ungeschlagen zu bleiben, das gelang neben dem SVG nur der BSG Eutin. Nicht unerwähnt bleiben darf natürlich das 1:1 beim TSV Heiligenhafen oder das 2:0 beim Bosauer SV.
Verbesserungswürdig ist das Fair-Play-Verhalten. Sieben Ampelkarten und zwei Rote Karten zeugen davon, dass es die Großenbroder mit der Disziplin nicht so genau genommen haben. Auch das hat sicherlich dazu beigetragen, dass man im Lager des SVG bis zum Ende um den Klassenerhalt zittern musste.
In der neuen Spielzeit kann es eigentlich nur besser werden. · hö














