Vor 90 zahlenden Zuschauern ließ der Gastgeber die aus den Testspielen gewohnte Leichtigkeit gänzlich vermissen. Es fehlte die Passgenauigkeit, die Zweikampfhärte, die letzte Konzentration und vor allem die Sicherheit in der sonst so stabilen Viererkette. Und zu allem Überfluss führte der erste der zahlenmäßig überschaubaren Angriffsversuche der Gäste auch noch zum Tor des Tages. Ommeed Sindi hatte auf der linken Angriffsseite reichlich Zeit, um in den OSV-Strafraum zu flanken, wo Sebastian Knoop (5.) am zweiten Pfosten stehend das Kopfballduell gegen Björn Wölk gewann und ins lange Eck einköpfte.
Ein Tor nach dem Geschmack der Gäste, die tief in der eigenen Hälfte standen, zumindest im ersten Spielabschnitt sporadisch etwas für die Offensive taten, da ihre Spitzen Sindi und Knoop immer anspielbar waren.
Auf der Gegenseite verstand es der OSV nicht, den erforderlichen Druck aufzubauen, um die Gästeabwehr um Routinier Marc Retelsdorf zu knacken und einen reaktionsschnellen Sunny Singh zwischen den Pfosten zu bezwingen. Singh verhinderte gegen Felix Wenn (35.) per Fußabwehr sowie gegen Philip Nielsen (41.) den Ausgleich.
Nach dieser Szene dämmerte es wohl auch dem letzten OSV-Akteur, dass es an diesem Tag mit dem Toreschießen nichts mehr werden würde, denn Torchancen gab es in dieser Partie nicht mehr. Auf der anderen Seite ohnehin nicht, den GW Siebenbäumen kam im zweiten Spielabschnitt kein einziges Mal gefährlich vor das OSV-Tor.
„In der ersten Halbzeit war das zu wenig, auch spielerisch war das schlecht“, resümierte ein enttäuschter OSV-Trainer Andreas Brunner.
Mari: Unsere Mittel erfolgreich eingesetzt
Sein Gegenüber Stefano Mari war indes überglücklich: „Die Mittel, die wir haben, haben wir erfolgreich eingesetzt. Natürlich haben wir auch Glück gehabt.“
Und einen Sunny Singh im Tor, ohne den der sensationelle Erfolg nicht möglich gewesen wäre.
OSV: Heisler – Wölk, Schröder, Haltermann, Brandt (73. Prieß) – Kargoll (46. Köhler), Rosenthal, Nielsen, Wenn, Kowski – Junge.
Bester Spieler: Kowski.
Schiedsrichter: Paltchikov (Eintr. Groß Grönau), in Ordnung.
Tor: 0:1 (5.) Knoop. · hö


© Andreas HöppnerMarcel Schröder auf dem Weg zum Ausgleich? Nein! Sein Kopfball geht nicht ins Tor, sondern touchiert nur die Oberkante des Querbalkens.











