Fehmarn - FEHMARN · Den männlichen C-Jugendhandballern des SV Fehmarn gelang die Sensation in der Regionsliga-Süd. Der bis dahin ungeschlagene Tabellenerste SV Henstedt-Ulzburg musste die Insel mit der ersten Niederlage im Gepäck wieder verlassen.

© Fehmarn24/Lars Braesch
Lasse Stiehr (l.) erzielte im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Henstedt-Ulzburg sieben Tore. Die mC des SVF siegte am Ende mit 28:27.
mC – SV Henstedt-Ulzburg 28:27 (14:14): Den besseren Start erwischten die klar favorisierten Gäste (das Hinspiel verlor der SVF mit 25:45). Folgerichtig gingen sie in der fünften Spielminute mit 4:2 in Führung. Mit vier Toren in Folge meldete sich dann der SVF im Spiel an und von da an war abzusehen, dass die Fehmaraner an diesem Nachmittag keine Gastgeschenke verteilen wollten. Es entwickelte sich eine sehr spannende, auf hohem spielerischen Niveau geführte Partie. Die Führung wechselte ständig und zur Pause stand es Unentschieden.
Nach dem Seitenwechsel erzielte der SV Fehmarn die ersten drei Treffer (17:14) und konnte die Führung durch eine sehr hohe Laufbereitschaft und mit einer starken Abwehrarbeit bis in die Schlussphase halten. Den Gästen gelang vier Minuten vor Spielende jedoch der Ausgleichstreffer zum 26:26. Die Fehmaraner bewahrten aber trotzdem einen kühlen Kopf, spielten taktisch diszipliniert weiter und gelangten mit zwei weiteren Toren in Folge wieder auf die Siegerstraße. Mit großem Einsatz konnte die Mannschaft den Sieg in den verbleibenden drei Spielminuten verteidigen und den Überraschungserfolg anschließend ausgiebig feiern.
SVF: Lasse Stiehr (7), Alexander Kaps (5), Felix Prange (5), Torge Stahl (4), Mika Stiehr (3), Damian Pilipczuk (3), Pascal Lafrentz, Matthes Rauert (1), Bastian Richter und Torhüter Artur Minch.
weibliche C-Jugend – Eintracht Groß Grönau 19:18 (9:7):Der SVF schlug den Tabellendritten. Dabei verlief die erste Halbzeit ausgeglichen. Im gesamten Spiel gab es fünf Zeitstrafen.
Nach dem Seitenwechsel erzielte Katrin Dübe acht Tore in Folge und das Spiel schien gelaufen. Doch die Gäste drehten noch einmal ordentlich auf und kamen auf 18:16 heran. Das Spiel wurde hektisch, doch Katharina Quistorf und Kati Feldmann sicherten den Sieg. Dabei überzeugte SVF-Torhüterin Steffi Bauer mit 19 Paraden.
Lübeck 1876 – weibliche C-Jugend 10:20 (3:8): Der Mannschaft von Trainer Silke Rabe blieb kaum Zeit zum Verschnaufen, denn schon einen Tag später ging es in die Hansestadt. Hier standen die Fehmaranerinnen unerklärlicherweise stark unter Druck. Sie verwarfen 100-prozentige Torchancen und spielten unter ihrem Leistungsvermögen. Nach schleppendem Beginn (3:3) konnte sich der SVF bis zur Pause mit 8:3 absetzen. In Durchgang zwei ließen die Gastgeberinnen nicht nach. Der SVF musste den Lübeckerinnen alles entgegensetzen, um diese einigermaßen in den Griff zu bekommen. Dabei gab es satte sechs Siebenmeter gegen den SVF. Doch SVF-Torfrau Steffi Bauer war an diesem Nachmittag kaum zu überwinden. Sie entschärfte fünf Siebenmeter und zeigte insgesamt 20 Paraden. Damit brachte sie die Angreiferinnen von 1876 schier zur Verzweiflung.
„Es war heute ein wahrer Mannschaftssieg, vor allem in der Abwehrarbeit“, resümierte SVF-Trainerin Silke Rabe nach dem Spiel. Einige Außenspielerinnen versuchten sich auf der ungewohnten Rückraumposition, was ihnen sehr gut gelang.
Tore:Katrin Dübe (8), Katharina Quistorf (3), Nina Bork (3), Johanna Schwirz (2), Hanna Rabe (2), Annalena Weber, Kim Wohnrade.
wD – HSG Oldenburg/Grömitz II 11:22 (6:12): Geschwächt verletzungsbedingt und durch die Kreisauswahlsichtung begegnete die weibliche D-Jugend den Gästen. Doch das hinderte die Fehmaranerinnen nicht daran, dem stärkeren Gegner Paroli zu bieten. So folgte ein Schlagabtausch jedoch nur bis zum Zwischenstand von 6:6.
Danach ließ die Intensität und der Druck zum Torabschluss nach, Verzögerungen im Angriff nutzten die Gegnerinnen aus, erkämpften sich den Ball und gingen zum Angriff über. Doch dort wurden sie von den Gastgeberinnen kampfeslustig empfangen. Ein ums andere Mal sogar zu hitzig, was zu fünf Siebenmetern gegen den SVF führte. Doch Torhüterin Finja Stüben war wie ein Fels in der Brandung und vereitelte davon drei, bis sie sich dann jedoch verletzte.
In der zweiten Halbzeit setzten die Mädchen ihre Abwehrhaltung konsequent fort und machten es dadurch den Gegnerinnen vom Festland sehr schwer zum Torabschluss zu kommen. Auch wurde die Bereitschaft, den Druck auf das gegnerische Tor zu werfen, erhöht, was zwar nicht zum Sieg führte, aber die Motivation ankurbelte. Tore: Lea Wolfestieg (6), Mandy Mohnke (2), Nina Dübe, Yasmin Grossen, Anna Dortman. · lb



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.