1727.03.10|Lokalsport Fehmarn|Lokalsport Fehmarn|
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Fehmarn - LANDKIRCHEN (lb) · Bis zum Punkt Verschiedenes nahm die Jahreshauptversammlung des RSV Landkirchen einen harmonischen Verlauf. Dann wurde der SV Fehmarn scharf kritisiert.

Der neue Vorstand des RSV Landkirchen (v.l.): 1. Beisitzer Peter Hasenbalg, 2. Vorsitzender Hagen Memmert, Schriftführer Peter Koenig und 1. Vorsitzender Holger Micheel-Sprenger.
Grund waren die Ausbildungsentschädigungen, die der SVF für die Spieler Dennis Petersen und Peter Minch für deren Wechsel in der Winterpause kassiert hatte. RSV-Coach Dieter Ehmann brachte das Thema zur Sprache. Beide Spieler spielten in der JSG Fehmarn, für die auch der RSV als Stammverein Personal und finanzielle Mittel stellt. SVF-Kassenwart Hans-Otto Kolbaum argumentierte, dass beide Spieler Mitglied im SVF waren. Aus diesem Grunde stehe dem SV Fehmarn die Aufwandsentschädigung in voller Höhe zu.
In dieser Problematik sieht der neue RSV-Vorsitzende Holger Micheel-Sprenger dringenden Nachholbedarf. Die Satzung müsse geändert werden. „Zurzeit gibt es keine stabile JSG-Führung“, bilanzierte Micheel-Sprenger. Er wolle sich in den nächsten Tagen mit dem SVF zusammensetzen und gemeinsam wieder ein schlagkräftiges JSG-Team aufstellen. Ralph Schwennen, 1. Vorsitzender des SV Fehmarn, wünschte sich in seinem Grußwort mehr Zusammenarbeit der Inselvereine gerade im wirtschaftlichen Bereich.
Finanziell war es durch den Bau der neuen Flutlichtanlage ein schwieriges Jahr für den RSV. Insgesamt kostete das neue Flutlicht 29 746,61 Euro. Der RSV wartet noch auf einen Zuschuss in Höhe von 3 000 Euro vom Land Schleswig-Holstein, der aber erst im nächsten Kassenbericht zu Buche schlagen wird. Der Bereich Bandenwerbung habe sich sehr gut entwickelt. 142 Meter Werbefläche können durch 44 Werbepartner in diesem Bereich beworben werden. „Die Verträge wurden abgeändert. Der Werbepartner finanziert die Fläche, die wir sonst immer selbst herstellen mussten“, erklärte Dieter Becker in seinem letzten Jahresbericht. Der RSV rechnet für das Jahr 2010 mit einer Einnahme von 6 000 Euro nur durch Bandenwerbung.
Zum 31. Dezember 2009 hatte der RSV 415 Mitglieder, die das Sportangebot in 13 Sparten nutzten. Dafür gibt es Verträge mit fünf Übungsleitern, die auch über eine entsprechende Übungsleiterlizenz verfügen. Die restlichen Sparten werden ehrenamtlich betreut. 61 Sportabzeichen konnte Spartenleiter Rainer Kempe im letzten Jahr verleihen.
Becker ging nochmal auf die Gespräche zur Bildung einer Spielgemeinschaft ein. Trotz der geplatzten Bildung bewertete Becker die Gespäche als erfolgreich. Kurz vor Weihnachten habe er keinen Rückhalt mehr im Verein gespürt und von einer Beteiligung des RSV Abstand genommen.
Dennoch bleibt für Becker die Spielgemeinschaft ein wichtiges Thema: „Die Situation im Fußballbereich wird in den nächsten Jahren nicht einfacher. Wir müssen den Fußball auf Fehmarn attraktiver machen, sonst finden wir bald unsere Teams in der D-Klasse wieder.“
Zahlreiche Ehrungen konnte Dieter Becker auf seiner letzten Jahreshauptversammlung vornehmen: Die Goldene Ehrennadel sollte Gerrit Jäckel bekommen, der jedoch aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes absagen musste.
Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Dieter Kurdyk geehrt. Er erhielt die Vereinsuhr und einen Präsentkorb. Für 30 Jahre Treue zum RSV erhielten Peter Hasenbalg, Karl-August Maass und Jens Wieske jeweils eine Vereinsuhr. Ein Vierteljahrhundert schafften Jörg Kirsch, Hans-Herbert Seefeldt und Frank Siebert. Die RSV-Leistungsnadel erhielten Platzwart Horst Dederichs und JSG-Obmann Dieter Lickfeld.
Die Silberne Ehrennadel erhielten Dieter Ahlers, Iris Schwenn, Horst Radke (alle 25 Jahre Mitgliedschaft), Anne Glatz, Gerhard Maas, Günther Maas, Hans-Joachim Holler und Friedrich Rahlff .
Vereinswirtin Sabine Memmert wurde verabschiedet. Sie führte sechs Jahre lang das RSV-Sportlerheim. Mit Markus Grewe konnte Mitte Februar ein neuer Pächter gefunden werden. Der Pachtvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2013. Dieser Termin wurde bewusst gewählt, weil dann das Darlehen bei der Stadt abbezahlt und der RSV dann endgültiger Eigentümer ist. Ebenfalls verabschiedet wurde Ulrike Thomsen, die zehn Jahre lang die Mutter-Kind-Turnen-Sparte leitete. Thomsen sorgte für ordentlichen Zuwachs in der Gruppe. Nachfolgerin wird Anne Bieler.
Die scheidenden Vorstandsmitglieder Diana Hilger, die zwei Jahre lang die Vereinskasse verwaltete und Schriftführer Birger Scheef, der ein Jahr lang alles schriftliche erledigte, erhielten für ihre Verdienste eine Besondere Ehrung.
Maik Hildebrandt wurde einstimmig von den 47 anwesenden Mitgliedern zum neuen Kassenwart gewählt. Peter Koenig ist neuer Schriftführer. Im Amt des 1. Beisitzers wurde Peter Hasenbalg einstimmig wiedergewählt. Zum neuen Kassenprüfer wurde Matthias Töpfer gewählt. Nach den Wahlen überraschte der neue Vorsitzende Micheel-Sprenger den alten Vorsitzenden Becker, der bekennender Anhänger des SV Werder Bremen ist. Mit Hilfe von Sponsoren ist es dem RSV-Vorstand gelungen, dem Werder-Fan zwei Eintrittskarten für das Pokalfinale zu spendieren.
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