Fehmarn - FEHMARN · Die Deutsche Fußballnationalmannschaft hat es vorgemacht. Spieler mit Migrationshintergrund spielen für Deutschland. Auch in Schleswig-Holstein wird Integration großgeschrieben. In Zusammenarbeit mit den Kreisfußballverbänden richtet der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) den Integrations-Cup aus.

© Foto: SHFV
Daniel Diebold (l.) von der Sparda-Bank Hamburg konnte gemeinsam mit Kerem Bayrak (r.), Integrationsbeauftragter des SHFV, den SV Fehmarn ehren. Über die Ehrung freuten sich Kapitän Hauke Marbach und SVF-Coach Karsten Jark. ·
Erstmalig wurden die Herbstmeister in Sachen Integration nicht auf einer regionalen Veranstaltung geehrt, sondern der SHFV nutzte seinen Jahresempfang in Pronstorf für die Ehrung. „Bewusst haben wir diesen besonderen Rahmen gewählt, der zeigt, welchen Stellenwert der Sparda-Bank Integrations-Cup im schleswig-holsteinischen Fußballsport einnimmt“, sagte Kerem Bayrak, Integrationsbeauftragter des SHFV in seinen Grußworten. Bereits zum vierten Mal ehrt der SHFV zusammen mit seinem Partner, der Sparda-Bank Hamburg, Vereine im Rahmen des Wettbewerbs. „Wenn wir im Sommer dieses Jahres nach Abpfiff des großen Landesfinales die Siegermannschaften beglückwünschen, können wir zurückblicken auf insgesamt vier Landesfinalturniere, 64 Kreisendspiele und 15 Halbjahresehrungen in den Regionen des SHFV im Herren- und Frauenbereich“, so Bayrak weiter.
Preisgelder und Sachpreise im Wert von über 240 000 Euro hat die Sparda-Bank Hamburg dem schleswig-holsteinischen Fußball seit 2008 zugute kommen lassen.
Für den Kreissieg hat der SVF bereits 400 Euro sicher. Sollte er das Kreisfinale Anfang März gegen den NTSV Strand 08 II gewinnen, so dürfen sich die Fehmaraner sodann über 800 Euro freuen. Je nach der Platzierung beim Landesfinale könnten hier noch einige Euros hinzukommen. So erhielt der letztjährige Teilnehmer am Finale, Strand 08, für seinen fünften Platz noch einmal 1200 Euro.
Der RSV Landkirchen hat sich deutlich verschlechtert. Er erzielte zwölf Punkte aus 17 Spielen und kam so auf einen Quotienten von 0,71. Durch diesen Wert rutschte der Rasensportverein im Land von Platz 57 auf Rang 371 ab. In Ostholstein findet sich der RSV auf dem 18. Rang wieder. Er verlor 14 Plätze.
Auch der SV Großenbrode sackte landesweit bei diesem Wettbewerb ab. Mit 26 Punkten aus 18 Spielen und einem Quotienten von 1,44 belegt die Mannschaft von Americo Antunes den 249. Platz (2011: 192). Dafür konnte sich der SVG im Kreis um fünf Plätze verbessern.
Vorletzter von landesweit 372 teilnehmenden Mannschaften wurde der RSV Landkirchen II mit zwei Punkten aus 17 Spielen (Quotient: 0,12). Kreisweit war dies der letzte Platz von 24 Mannschaften. Die Punkte entstehen folgendermaßen: Auf dem Spielberichtsbogen gibt es eine Spalte, in der die Nationalität eingetragen wird. Pro unterschiedlicher Nationalität erhält der Verein zwei Punkte. Wenn der Schiedsrichter auf dem Spielberichtsbogen eine Mannschaft in der Fair-ist-mehr-Rubrik vermerkt, erhält diese nochmals zwei Punkte. Die Punkte werden durch die Anzahl der absolvierten Spiele dividiert. Der Quotient bestimmt den Platz in der Integrations-Tabelle. Auch nach der Einführung des „Spielberichtsbogen online“ in Ostholstein (wir berichteten) soll der Wettbewerb computergestützt fortgeführt werden. · lb



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