NEUKIRCHEN · Dass jede Serie einmal zu Ende geht, das musste der SV Neukirchen gestern gegen den SV Fehmarn erfahren. Nach sieben Siegen in Serie gab es für die Hack-Elf mit 1:2 (0:1) mal wieder eine Niederlage, die sich die Platzherren aber auch verdient hatten, denn über 90 Minuten fanden sie nie die richtige Einstellung zum Spiel und zum gut eingestellten Gegner.

© Andreas Höppner
Mathias Ruske (m.), hier gegen SVF-Kapitän Hauke Marbach, wollte zu oft mit dem Kopf durch die Wand und versiebte die große Chance zum Ausgleich.
„Man hat heute gesehen, dass es nicht von selbst geht“, haderte SVN-Trainer Andre Hack nach dem Spiel, in dem trotz Bestbesetzung nicht viel zusammenlief. Ganz anders der SV Fehmarn, der gut gestaffelt stand und die meist kopflos vorgtragenen Angriffe des Gastgebers erwartete. Dennis Köll schirmte SVN-Spitze Hendrik Loffhagen gut ab und den Rest besorgte Tim Zimmermann. „Das war eine kampfstarke Leistung, wir haben Fußball gearbeitet“, freute sich Gästetrainer Karsten Jark über den dreifachen Punktgewinn und die geglückte Revanche für die 0:1-Schmach aus dem Hinspiel, als der SVN mit dem 50-jährigen Klaus Nölting im Tor drei Punkte von der Insel entführte.
Jetzt stand Stammkeeper Olaf Ender zwischen den Pfosten, doch beim 0:1 von Mahmoud Ben-Djebbi (16.), der aus 16 Metern den Ball flach ins lange Eck setzte, war er machtlos. Eine Antwort darauf hatte der SVN eigentlich nicht zu bieten. Andre Nielsen und Sören Müller-Gerken waren zwar immer wieder bemüht, das Spiel anzutreiben, doch im Spiel nach vorne passierte einfach zu wenig, die Laufbereitschaft war bei vielen nicht da. Trotzdem hätte der Gastgeber noch vor dem Pausentee den Ausgleich machen müssen, als Mathias Ruske (28.) freistehend vor SVF-Torwart Florian Koehn den Ball vier Meter neben das Tor setzte.
Nach der Pause schienen die Platzherren doch noch die Wende schaffen zu können, denn mit der Einwechslung von Timo Schmidt (60.) kam neues Leben in die bis dahin durchschaubaren Angriffsbemühungen. Beim Ausgleich von Philip Dietz (61.) gesellte sich noch ein wenig Glück hinzu, denn sein von der Mittellinie getretener Freistoß fand den Weg ins SVF-Tor, als Timo Schmidt im Strafraum zum Ball ging, diesen aber nicht berührte, sodass Koehn die Lederkugel irritiert passieren ließ. Die Partie stand nun auf der Kippe, denn die Gästeabwehr wankte. Plötzlich fehlte die Zuordnung, aber die Gastgeber waren an diesem ungemütlichen 2. Adventssonntag einfach zu schwach, um daraus Kapital zu schlagen.
Anschließend passierte auf beiden Seiten nicht mehr viel. Torchancen gab‘s hüben wie drüben nicht und irgendwie waren die Zuschauer froh, dass der Unparteiische den immer unansehnlicher werdenden Kick nach vierminütiger Nachspielzeit endlich abpfiff.
SVN: Ender – Schwartz – Hapke, M. Marschall – Müller-Gerken (78. Uecker), Nielsen, Hartz (82. Struck), Dietz, Ruske, Schreiber (60. Schmidt) – Loffhagen.
Beste Spieler: Nielsen, Müller-Gerken.
SVF: Koehn – K.-F. Harländer – Zimmermann, Köll – Marbach, Ben-Djebbi (60. Thielmann), B. Harländer, Brandt, Bakabala, Jährig (70. Azizi) – Oganesjan (86. N. Veselaj).
Beste Spieler: Köll, Zimmermann.
Schiedsrichter: Reck (Bosauer SV), mäßig.
Tore: 0:1 (16.) Ben-Djebbi, 1:1 (61.) Dietz, 1:2 (71.) Brandt.· hö



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