HEILIGENHAFEN · Am Freitag (13. Januar) wird bereits zum 13. Mal der bei den Vereinen im Nordkreis hoch angesehene HP/FT-Cup ausgetragen. Nicht nur für die Vereine aus dem Verbreitungsgebiet der Heiligenhafener Post und des Fehmarnschen Tageblattes besitzt die Teilnahme an diesem prestigeträchtigen Hallenfußballturnier eine große Bedeutung. Auch die Schiedsrichter freuen sich auf dieses Event, so entsendet der Kreisfußballverband mit Sönke Müller und Alexander Hahn seine besten Unparteiischen, die die erste Partie in der Burger Großsporthalle um 18 Uhr anpfeifen werden.

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Der RSV Landkirchen sicherte sich 2011 den Gewinn des 12. HP/FT-Cup. Am Freitag will das Team um Obmann Karl Maas (r.) seinen Titel in der Burger Großsporthalle verteidigen.
Der Titelverteidiger kommt in diesem Jahr von der Insel und heißt RSV Landkirchen, der das Turnier nach 2003/04 im letzten Jahr zum zweiten Mal gewann. Der SV Fehmarn hatte den Pott 2001/02 „mitgenommen“, ansonsten war der Cup immer aufs Festland gegangen, wobei der SV Heringsdorf mit vier Turniererfolgen (2004/05 und 2007/08 bis 2009/10) absoluter Primus ist. Der TSV Heiligenhafen war zwei Mal (1999/00, 2005/06) Turniersieger, die weiteren HP/FT-Cup-Erfolge gingen an den Oldenburger SV II (2000/01), den SV Großenbrode (2002/ 03) sowie den SV Neukirchen (2006/07).
Die Fußballfans dürfen sich am Freitag auf eine gute Stimmung auf der Tribüne und auf dem Spielfeld freuen, wird doch die Vorrunde erneut in vier Dreiergruppen gespielt und anschließend in K.-o.-Begegnungen der Turniersieger ermittelt. Also kein Abtasten in der Gruppenphase, es muss sofort mit offenem Visier gespielt werden.
Die Anfang Dezember erfolgte Auslosung im Sportlerheim des RSV Landkirchen hat zu reizvollen Gruppen geführt. So treten in der Gruppe A die SpVgg. Putlos, der SV Fehmarn und der TSV Westfehmarn gegeneinander an, wobei die beiden Inselteams das Eröffnungsspiel (18 Uhr) bestreiten.
Die Gruppe B wird mit Titelverteidiger RSV Landkirchen sowie dem TSV Heiligenhafen und dem SV Heringsdorf geformt.
Gruppe C wird mit dem Oldenburger SV II, dem SV Neukirchen und den Gereke-All-Stars gebildet. Im Rahmen des Hallen-Events soll der langjährige RSV-Spieler Rene Gereke verabschiedet werden. Da darf der Fußball-Fan gespannt sein, wen Gereke in sein Team locken konnte.
In der Gruppe D kommt es schließlich zum Aufein-andertreffen des FC Dänschendorf, des TSV Gremersdorf und des SV Großenbrode.
Nach den Halbfinalspielen und dem Neunmeterschießen um Platz drei soll das Finale um 22.45 Uhr stattfinden.
„Für uns zählt nur der HP/FT-Cup“, unterstreicht Dirk Zduneck, Trainer des TSV Heiligenhafen (A-Klasse, Platz 2), den Stellenwert des Hallen-Events der Heimatzeitungen. Alle anderen Turniere seien Vorgeplänkel gewesen. Darunter übrigens die Hallenkreismeisterschaft in Oldenburg, bei der sich die Warderstädter schon nach der Vorrunde verabschieden mussten, sowie das gut besetzte Hallenturnier von Eutin 08 am letzten Wochenende. „Hier haben wir uns gut verkauft“, lobte Zduneck sein Team, das den späteren Turniersieger RW Moisling beim 2:2 am Rande einer Niederlage hatte und den Veranstalter Eutin 08 durch ein 3:2 auf den letzten Platz verwies. Und nach dem HP/FT-Cup darf man dann schon langsam wieder an die Rückrunde denken. Trainingsauftakt ist am 3. Februar. Verstärkt hat sich die Zduneck-Elf mit Simon Schmidt (Oldenburger SV II) und dem verbandsligaerfahrenen Jan Aepinus (28) aus Mecklenburg-Vorpommern, den es beruflich bedingt (Wallmuseum Oldenburg) nach Ostholstein verschlagen hat. Neu ist ferner Florian Rathke (TSV Lensahn II), doch auch Carsten Hill, der sich am ersten Spieltag verletzte und nun wieder fit ist, besitzt für Zduneck den Charakter eines Neuzuganges, mit dessen Hilfe der Sprung in die Kreisliga endlich geschafft werden soll.
Der SV Großenbrode hatte bislang wenig zu bestellen bei seinen bisherigen Hallenauftritten. Zuletzt wurde der SVG beim Hallenturnier des SV Fehmarn Vorletzter. Im Kader der Grün-Weißen gab es keine große Bewegung, lediglich Florian Meyer hat sich dem Harmsdorfer SV angeschlossen. Das erste Vorbereitungsspiel findet am 5. Februar gegen den SV Fehmarn statt (Spielort offen). Für Trainer Americo Antunes gibt es an der bislang überaus enttäuschend verlaufenen Saison (A-Klasse, Platz 13) nicht mehr viel zu retten, sein Blick richtet sich bereits in die Zukunft: „Absteigen werden wir nicht, wir planen die neue Saison rechtzeitig.“
Bei der SpVgg. Putlos (A-Klasse, Platz 9) zeigt man sich mit dem bisherigen Verlauf der Hallensaison zufrieden. „Bei den Hallenkreismeisterschaften haben wir uns vernünftig präsentiert“, so Co-Trainer Dirk-Peter Ulrich, nachdem das Team am Finaltag in seiner Gruppe den dritten Platz belegt hatte. Am Wochenende beim SV Fehmarn waren die Putloser mit einer Rumpftruppe jedoch punktlos geblieben. Personell brachte der Jahreswechsel kaum Veränderungen für die Frank-Truppe. Allerdings hat Philipp Kruse nach seinem im Sommer erlittenen Oberschenkelbruch wieder antrainiert. Zudem hofft Dirk-Peter Ulrich darauf, dass Sven Meß (Hausbau) im Saisonverlauf wieder öfter zur Verfügung stehen wird.
„Lange Zeit hat er gesagt, er bleibt. Und in einer Nacht- und Nebelaktion ist er gegangen. Das war schon etwas frech“, schiebt Rainer Kofski, Trainer des Oldenburger SV II (Kreisliga, Platz 5), reichlich Frust. Janner sei stellvertretender Mannschaftskapitän und auf dem Sprung in die Erste gewesen, kann er den Weggang des 20-Jährigen nur schwer nachvollziehen. Durch den Absprung weiterer Spieler wie Alxander Pries, Henrik Röper (beide Gremersdorf), Simon Schmidt (TSV Heiligenhafen) und Pawel Plachecki (aus familiären Gründen nach Kiel) „wird es eng, da machen wir uns nichts vor“, doch mit einem 15er-Kader müsste man über die Runden kommen, so Kofski. „Wir legen keinem Spieler Steine in den Weg, und wenn es vernünftig läuft, ist es o.k.“, bezieht sich Kofski auf die Wechsel von Schmidt und Plachecki – doch bei den anderen ? Bislang ist ein Testspielterminiert worden, es findet am 11. Februar beim TSV Heiligenhafen statt.
Der SV Neukirchen (Kreisliga, Platz 6) hat sich in der Halle rar gemacht, doch der HP/FT-Cup zählt. Die Neukirchener Farben wird dann auch Chris Bork (24) tragen, der sein halbjähriges Verbandsligagastspiel beim Oldenburger SV (neun Einsätze, ein Tor) beendet hat und nun wieder das Angriffsspiel des Kreisligisten beleben soll. „Das ist schön, wir haben eine zusätzliche Alternative“, freut sich Coach André Hack über die Rückkehr des 24-jährigen Polizisten. Verlassen hat den SVN niemand, mit dem Freilufttraining will André Hack am 24. Januar starten.
Der Oldenburger SV (Verbandsliga Südost, Platz 5) beginnt in einer Woche (19. Januar) wieder mit dem Training und der Vorbereitung auf die Rückrunde, die für den OSV mit dem Auswärtsspiel bei RW Moisling (18. Februar) startet. Ligaobmann Helge Panten hat bereits vier Vorbereitungsspiele terminiert: beim TSV Lütjenburg (1. Februar), beim VfB Lübeck II (4. Februar), beim TSV Selent (9. Februar) und beim TSV Malente (11. Februar). der Kader des OSV ist nicht größer, vielmehr kleiner geworden, denn nach dem Abgang von Chris Bork und dem tragischen Tod von Sven Friske im letzten Herbst sind die Alternativen im Angriff überschaubar, zumal nach den Weggängen von Pascale Janner und Alexander Pries aus der Zweiten von unten nichts mehr zu erwarten ist. Mit Jannik Hay (Kreuzbandriss) ist diese Saison nicht mehr zu rechnen. Die Knieverletzung von Timo Rosenthal hat sich glücklicherweise als nicht so schwerwiegend herausgestellt, doch Helge Panten geht davon aus, dass Rosenthal erst in einigen Wochen wieder fit sein wird. Trotzdem sieht er der Rückrunde vorsichtig optimistisch entgegen, denn Philip Nielsen ist wieder fit, wie er jüngst bei den Hallenkreismeisterschaften zeigen konnte, und ein genesener Felix Wenn dürfte die Kreativabteilung des OSV weiter stärken. · hö



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