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Tesla bleibt auf Highway liegen: „Hat mich fast umgebracht“ (mit Video)

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Von: Marcus Efler

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Mit vollem Akku streikte ein Tesla Model 3 auf einem Highway in Kalifornien. Auf YouTube schildert die Fahrerin ihren Schrecken – und klagt über miesen Service.

Wer mit einem Elektroauto unterwegs ist, muss seine Touren präziser planen als per Verbrenner. Das hat sich mittlerweile herumgesprochen, und die meisten Fahrer von Stromern halten sich auch daran. Fälle, in denen tatsächlich jemand mit leerem Akku liegen bleibt, sind rar geworden, eher macht da, wie bei konventionellen Autos, schon mal die 12-Volt-Starterbatterie schlapp.

Auch Dana Brems, Ärztin aus Kalifornien, machte eigentlich nichts falsch, als sie zusammen mit ihrem Lebenspartner im relativ neuen Tesla Model 3 losfuhr. Der zu Hause geladene Akku zeigte nach ihren Angaben einen Füllstand von 40 Prozent oder 225 Kilometern – mehr als genug für die geplante Route.

Tesla Model 3
Ein Tesla Model 3 stoppte angeblich ohne Zutun der Fahrerin. (Symbolbild) © Tesla

Tesla bleibt auf Highway liegen: „Hat mich fast umgebracht“

Trotzdem streikte der Wagen dann plötzlich in einer Kurve des Highways von Los Angeles nach Santa Monica. Auf der linken Spur. Die ist in den USA, anders als in Deutschland, zwar keine explizite Überholspur, doch hochgefährlich war der Ausfall allemal. „Mein Tesla hat mich fast umgebracht“, beklagte sich die Dame dann auch später auf ihrem YouTube-Account.

In dem fast 14-minütigen Video ist der Vorfall, gefilmt von der bordeigenen Cam, zu sehen. Die Fahrerin schildert dort auch, wie die Horrorstory weiterging. Immerhin einigermaßen glimpflich: Die nach ihrem Notruf schnell eingetroffene Polizei sicherte den Pannenwagen ab und half den Insassen heraus. Im Streifenwagen warteten sie auf den Abschleppwagen.

Tesla bleibt auf Highway liegen: Schlüssel unter der Mülltonne

Nachdem der Tesla schließlich auf diesem verladen war, wurde die Geschichte laut der Tesla-Kundin erst so richtig skurril – dank des Kundenservice des texanischen E-Auto-Pioniers. Der empfahl über den Chat der App nach einer Viertelstunde dann mal auch, einen Notruf abzusetzen. Später schloss er das Ticket mit dem Hinweis, die Besitzerin könne den Wagen im Service-Center San Francisco abgeben.

Das dann allerdings ebenfalls geschlossen hatte. Einen Briefkasten, um den Schlüssel des auf dem Hof geparkten Tesla einzuwerfen, fand der Fahrer des Abschlepp-Trucks auch nicht – woraufhin er ihn unter einem Mülleimer versteckte.

Hier ist die komplette Story auf Youtube zu sehen:

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Tesla bleibt auf Highway liegen: Hersteller will Abchlepper nicht zahlen

Das ganz dicke Ende: Tesla weigerte sich, die Kosten für das Abschleppen zu übernehmen – und unterstellte seiner Kundin, mit leerem Akku gestrandet zu sein (wie dieser ebenfalls kalifornische Hyundai-Fahrer). Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht allerdings bereits mehrere Fälle, in denen Tesla-Modelle angeblich ohne Zutun des Fahrers plötzlich gestoppt hatten.

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Die frischgebackene Tesla-Fahrerin, die ihr Model 3 erst kürzlich voller Stolz übernommen hatte, möchte das Elektroauto nun jedenfalls so schnell wie möglich wieder abstoßen.

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