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Elektroautos: Studie prophezeit Absatzeinbruch im nächsten Jahr

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Von: Marcus Efler

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Steht der Boom von Elektroautos vor seinem Ende? Das jedenfalls befürchtet eine Experten-Prognose nach der Reduzierung der Stromer-Förderung.

Eigentlich läuft es für Elektroautos derzeit sehr gut. Viele Autofahrer, vor allem von Premiummarken, können sich einen Umstieg von Kraftstoff auf Strom vorstellen, wenn auch bei Älteren der Hang dazu weniger ausgeprägt ist als bei Jüngeren. Die Autohersteller und -vermieter schwenken ebenfalls um, das geplante Verbrenner-Verbot der EU tut ein Übriges. Nach China werden in Deutschland mittlerweile die meisten Stromer verkauft.

Elektroautos: Studie prophezeit Absatzeinbruch im nächsten Jahr

Elektroauto
Experten befürchten ein Absatz-Einbruch bei Elektroautos. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa/Archiv

Bei Plug-in-Hybriden lässt die Kauflust allerdings schon spürbar nach, was wohl auch am Auslaufen der für sie gezahlten Umweltprämie im nächsten Jahr liegt. So warnen denn auch der Verband der Automobilindustrie vor den geplanten Einschnitten bei der staatlichen Förderung.

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Ein dramatisches Szenario malt nun auch das Duisburger Center Automotive Research (CAR). Das Handelsblatt zitiert aus einer Prognose, nach der sich die Verkäufe von reinen Elektroautos und Plug-in-Hybriden 2023 und 2024 halbieren werden. Statt in diesem Jahr 720.000 neuer Akku-Autos würden im nächsten nur noch 484.000 Fahrzeuge ausgeliefert werden, und im Jahr darauf lediglich noch 363.000.

Elektroautos: Dürrezeit für Elektroautos?

Der Marktanteil von Elektroautos nach Neuzulassungen könnte von derzeit 27 auf zwölf Prozent abstürzen. Als Grund dafür sieht das CAR ebenfalls die ab 2023 verringerte und für Plug-in-Hybride sogar ganz abgeschaffte Prämie. „In Deutschland kündigt sich für das Elektroauto eine Dürrezeit an“, fasst CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer die Prognose zusammen. 

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Diese Einschätzung steht allerdings im Widerspruch zu anderen Untersuchungen, nach denen Autofahrer auch ohne staatliche Förderung Stromer kaufen wollen.

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