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Tankrabatt beim Diesel futsch – wo man jetzt noch sparen kann

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Von: Simon Mones

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Der Tankrabatt ist beim Diesel futsch. Doch Autofahrer können noch immer sparen, zumindest wenn sie einen Benziner fahren oder im Saarland wohnen.

München – Als die Bundesregierung im März weitreichende Entlastungen ankündigte, war die Hoffnung groß. Durch die Senkung der Energiesteuer sollte Benzin rund 35 Cent und Diesel etwa 17 Cent günstiger werden. Doch schnell kam die Befürchtung auf, dass der Tankrabatt verpuffen könnte. So sollte es letztlich auch kommen, insbesondere für Diesel-Fahrer.

Am Sonntag (19. Juni) kostete der Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt 2,054 Euro, wie der ADAC auf Anfrage der „Bild“ mitteilte. Damit lag der Diesel-Preis erstmals über dem Wert vom 31. Mai. Schon am Freitag (17. Juni) wurde der Preis von vor der Steuersenkung erreicht und einen Tag später schließlich überschritten.

Diesel kostete am Wochenende erstmals wieder mehr als vor der Steuersenkung.
Diesel kostete am Wochenende erstmals wieder mehr als vor der Steuersenkung. (Symbolbild) © Julius-Christian Schreiner/dpa

Tankrabatt beim Diesel futsch – wo man jetzt noch sparen kann

Doch gänzlich ist der Tankrabatt nicht gescheitert: So sind die Super-Preise in den vergangenen Tagen etwas gesunken. Der Liter Super E10 lag am Sonntag bei 1,913 Euro und kostete damit etwa 24 Cent weniger als am 31. Mai. Allerdings muss man dabei auch betrachten, dass die Spritpreise am Wochenende in der Regel ohnehin teurer sind als unter der Woche.

Zusätzlich lässt sich an der Zapfsäule auch dann Geld sparen, wenn man in den Abendstunden tankt. Zudem empfiehlt es sich, die Spritpreise vorher per App zu vergleichen. Oftmals gibt es nämlich regionale Unterschiede, so ist der Diesel laut einer Auswertung des ADAC in Bremen besonders teuer. Im Juni wurden im Durchschnitt 2,137 Euro fällig (Stand 21. Juni). Am billigsten war Diesel derweil im Saarland. Dort kostete der Liter rund 2,02 Euro.

Tankrabatt beim Diesel futsch – Sprit im Saarland am billigsten

Auch beim Super E10 ist das Saarland mit einem Durchschnittspreis von 1,873 am günstigsten. In Schleswig-Holstein müssen die Autofahrer derweil am tiefsten in die Tasche greifen. Dort kratzt der Liter Super E10 mit 1,94 Euro bereits wieder an der zwei-Euro-Marke.

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Davon ungeachtet steht der Tankrabatt jedoch weiterhin in der Kritik. So gab es zuletzt Vorwürfe, dass der Großteil der Steuersenkungen nicht bei den Autofahrern ankommt, sondern in den Kassen der Ölkonzerne landet. In den sozialen Medien äußerten viele Kunden ihren Unmut darüber. Die Tankstellenbetreiber wiederum versichern, die Steuersenkung in vollem Umfang weiterzugeben. Und auch das Münchner Ifo-Institut kam zu dem Schluss, dass der Tankrabatt größtenteils weitergegeben wird. Eine Aussage, die zumindest Diesel-Fahrer verwundert zurücklassen dürfte.

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