Fahraufnahme der neuen Mercedes C-Klasse Limousine
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Die neue Mercedes C-Klasse Limousine der Baureihe W 206 hat nun eine sehr coupéhafte Silhouette.

Von S-Klasse inspiriert

Neue Mercedes C-Klasse: Auf drei Dinge müssen die Kunden in Zukunft verzichten

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Die neue Mercedes C-Klasse mutiert zur Mini-S-Klasse inklusive Hinterachslenkung und digitalem Cockpit – doch auf manches müssen Kunden künftig verzichten.

Stuttgart – Was war das für ein Aufschrei, als 1982 der Mercedes W 201 das Licht der Welt erblickte. Die Traditionalisten rümpften die Nase und der Spitzname „Baby Benz“ für den Mercedes 190, der gegen Konkurrenten wie den BMW 3er antrat, war noch die freundlichste Bezeichnung. Dass sich die schwäbischen Manager nicht ganz wohl in ihrer Haut fühlten, zeigt die Tatsache, dass der Wagen keine Klasse, sondern eben der 190 war. Ganz wollte man die eingeschworene Kundschaft wohl nicht verprellen. Diese Zeiten sind aber längst vorbei: Heute ist das Mittelklasse-Modell die C-Klasse und das Brot- und Butter-Auto des schwäbischen Herstellers. Von der aktuellen Generation hat die Sternen-Marke mehr als 2,5 Millionen Einheiten verkauft. Wenn man sich vor Augen hält, dass seit 1982 gut 10,5 Millionen Exemplar dieses Wagentyps an den Mann gebracht wurden, sieht man, dass es ohne die C-Klasse in Stuttgart-Untertürkheim düster werden würde. Der wichtigste Markt für den Mittelklasse-Mercedes ist China und in Deutschland sind zwei von drei C-Klassen Kombis – sprich T-Modelle.

Um diesen Erfolg fortzusetzen, haben die Daimler-Verantwortlichen bei der C-Klasse der Baureihe W 206 mit der großen Kelle viel bei der neuen S-Klasse abgeschöpft, wie 24auto.de berichtet. Dank der Hinterachslenkung, bei der die Räder mit maximal 2,5 Grad einschlagen, soll sich der Wendekreis um rund 60 Zentimeter verringern. Bei den Motoren ist zunächst Schmalhans Küchenmeister. Aggregate mit mehr als vier Zylindern sind aus dem Angebot geflogen – die erste Sache, auf die die Kunden verzichten müssen. Die zweite Sache, auf die Mercedes-C-Klasse-Fahrer bei der neuen Generation verzichten müssen, ist der Stern auf der Haube – bei der Baureihe W 206 wird das Markensymbol ausschließlich im Kühlergrill platziert als sogenannter „Zentralstern“. Geschaltet wird nur noch mit der hauseigenen Neungangautomatik. Und das wäre dann die dritte Sache, auf die C-Klasse-Käufer künftig verzichten müssen: die Handschaltung. *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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