Missbrauchte er Kinder?

Gemischte Reaktionen auf Doku zu Vorwürfen gegen Michael Jackson - Radiosender verbannt Songs

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Vor 10 Jahren starb Michael Jackson. Nun werden Vorwürfe gegen ihn laut. 

Im Juni ist der Tod des Mega-Stars Michael Jackson 10 Jahre her. Nun wird eine Doku ausgestrahlt, die den Sänger Kindesmissbrauch vorwirft. Die Reaktionen sind gemischt.

Update vom 4. April 2019: Die angekündigte Ausstrahlung auf ProSieben sorgt auch in Deutschland für Reaktionen. So haben Fans wegen der Ausstrahlung von „Leaving Neverland“ Demonstrationen in München angekündigt, berichtet tz.de*.

„Leaving Neverland“: So sehen Sie die brisante Doku über Michael Jackson im TV und im Live-Stream

Update vom 3. April 2019: Am Samstag ist die brisante Dokumentation über Michael Jackson mit dem Titel „Leaving Neverland“ im deutschen TV zu sehen. Hier gibt es alle Infos über die Doku und die Hinweise, wann und wo der Film im TV und im Live-Stream zu sehen ist. 

Update vom 04. März: Der norwegische Rundfunk NRK will auf seinen Radiosendern zwei Wochen lang keine Lieder von Michael Jackson spielen. Grund seien die in einer US-Fernsehdokumentation erhobenen Missbrauchsvorwürfe gegen den „King of Pop“, teilte der NRK am Montag mit.

„Michael Jackson hat eine enorme populärkulturelle Bedeutung gehabt und ist für ein großes Publikum ein wichtiger Künstler“, erklärte NRK-Musikchef Knut Henrik Ytre-Arne. Dessen Musik komplett zu verbannen, sei deshalb zunächst schwierig. Ab diesem Freitag werde man 14 Tage lang die Songs von Jackson aus den Wiedergabelisten der Sender P1, P13 und P1+ entfernen und dann schauen, wie das Publikum auf den Inhalt der Doku reagiere. Wenn sich ein zuständiger Programmleiter entschließe, doch Musik des Popsängers zu spielen, sollte den Zuhörern erklärt werden, warum.

Gemischte Reaktionen auf Doku zu Vorwürfen gegen Michael Jackson

Unsere Ursprungsmeldung: Los Angeles - Die Dokumentation „Leaving Neverland“ zu Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen Popstar Michael Jackson hat in den USA gemischte Reaktionen hervorgerufen. Nach Ausstrahlung des ersten Teils beim Bezahlsender HBO am Sonntag nahmen einige Zuschauer Jackson in Schutz, andere kündigten an, seine Musik nicht mehr zu hören. In dem Film werfen zwei erwachsene Männer Jackson vor, sie im Kindesalter sexuell missbraucht zu haben.

Michael-Jackson-Doku: Morgan Freeman und Co. äußern ihre Meinung

„Michael Jackson stand deutlich länger als ein Jahrzehnt unter Überwachung des FBI. Sie haben nichts gefunden, um Behauptungen von Kindesmissbrauch zu belegen“, schrieb TV-Produzent Elgin Charles bei Twitter. „Mit Blick auf die Erzählmethode ist „Leaving Neverland“ eine sehr schlechte Dokumentation“, schrieb Drehbuchautor und Filmemacher Gabriel Torrelles. Beim „größten Megastar der Welt und einem Verstorbenen“ erwarte er mehr Fakten und Recherche. Andere fragten, ob HBO höhere Einschaltquoten nötig habe.

Comedian Rosie O'Donnell bezeichnete den Film als „quälend“. Regisseur Morgan J. Freeman schrieb: „Dieser Mann muss von allen Sockeln entfernt werden und seinen angemessenen Platz in der Geschichte erhalten: ein Megastar, der seine Macht missbrauchte, um kleine Jungen zu belästigen.“ Der Film habe seine Antipathie gegen Jackson in „Übelkeit“ verwandelt, schrieb Regisseur Ben Rock. „Was für ein grotesker Widerling.“ Sport-Kommentator Jason La Canfora kündigte an, er werde „nie wieder einen Michael-Jackson-Song hören“.

Der zweite Teil der vierstündigen Dokumentation sollte am Montagabend (Ortszeit) ausgestrahlt werden. Im Anschluss war eine Sondersendung von Talkmasterin Oprah Winfrey mit den beiden Männern, James Safechuck und Wade Robson, sowie mit Regisseur Dan Reed geplant.

dpa

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