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Prozess gegen Harvey Weinstein erneut verschoben

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Harvey Weinstein verlässt den Gerichtssaal nach einer Anhörung. Foto: Richard Drew/AP

Aufschub im Prozess gegen Harvey Weinstein: Erst im September soll der Ex-Filmmogul in New York vor Gericht stehen. Zwei Frauen werfen ihm sexuelle Übergriffe vor.

New York (dpa) - Das Strafverfahren gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein wegen sexueller Übergriffe soll erst am 9. September beginnen. Das teilte das Gericht in New York mit, vor dem der Prozess stattfindet.

Verteidigung und Anklage hatten US-Medien zufolge mehr Vorbereitungszeit erbeten. Zunächst war der Prozessauftakt für Mai geplant gewesen, dann auf Juni verschoben worden.

Weinstein hatte sich im Januar von seinem Anwalt Benjamin Brafman getrennt, was zur ersten Verzögerung führte. Der Prozess dürfte samt Geschworenenauswahl etwa sechs Wochen dauern.

Bei einer Anhörung am Freitag waren Medienvertreter und Öffentlichkeit zeitweise ausgeschlossen. Das Gericht folgte damit dem Wunsch von Anklage und Verteidigung, weil damit Weinsteins Rechte auf einen fairen Prozess und das Recht der Zeuginnen auf Privatsphäre gewahrt würden. Die Staatsanwaltschaft will erreichen, dass im Laufe des Prozesses neben den zwei Klägerinnen weitere Frauen zu den Vorwürfen sexuellen Missbrauchs gehört werden.

Mehr als 80 Frauen werfen dem 67-Jährigen sexuelle Übergriffe vor, darunter auch namhafte Schauspielerinnen. Bei dem Strafprozess in New York geht es um Vorfälle aus den Jahren 2006 und 2013. Zwei Frauen werfen dem 67-Jährigen sexuelle Übergriffe vor, in einem Fall ist Weinstein wegen Vergewaltigung angeklagt. Der einstige Filmmogul sagt, jegliche sexuelle Handlungen hätten einvernehmlich stattgefunden.

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