Queen  Elizabeth II. posiert, nachdem sie dem 100-jährigen altgedienten Hauptmann Tom Moore während einer Investitur auf Schloss Windsor in Windsor die Ehre des Rittertums verliehen hat
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Darüber dürfte sie nicht amused sein: Sie soll auf den Buckingham Palast verzichten.

Zu hohe Kosten

Royales Beben? Dreiste Forderung an Queen Elizabeth II.: „Das muss ein Ende haben“

Queen Elizabeth stehen als Staatsoberhaupt jede Menge Residenzen zur Verfügung. Darunter der Buckingham Palast. Ausgerechnet auf den soll sie nun verzichten.

  • In Großbritannien rumort es wegen der Privilegien von Queen Elizabeth.
  • Ein bekannter Anti-Monarchist fordert nun die Aufgabe des Buckingham Palastes.
  • Er sieht die Residenz als gewinnbringende Touristenattraktion.

London - Blickt man nach Schweden, wird dort immer wieder darüber debattiert, ob die Königlichen noch eine Zukunft haben. In Spanien gibt es sogar massive Proteste gegen die Krone. Doch während die Monarchie andernorts in Europa auf mitunter wackligen Beinen steht, müssen sich die britischen Royals meist nur wenig Sorgen machen. Denn die Mehrheit der Briten spricht sich in Umfragen regelmäßig zugunsten von Queen Elizabeth und ihrer Familie aus. Doch nicht alle teilen diese Meinung. Ein bekannter Monarchie-Gegner fordert jetzt, dass die Königin ihren Hauptsitz, den Buckingham Palast, aufgeben soll.

Graham Smith ist der Geschäftsführer einer Organisation namens „Republic“. Diese fordert die Abschaffung der Monarchie und die Einsetzung eines demokratisch gewählten Staatsoberhauptes. Smith ist in Großbritannien bekannt, seine Ansichten teilte er in der Vergangenheit auch schon in Kommentaren bei der renommierten Tageszeitung The Guardian. In einem Interview fordert er nun, den Buckingham Palast komplett der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Queen Elizabeth bald nicht mehr im Buckingham Palast? Er soll zur Touristenattraktion werden

„Der Buckingham Palast könnte als Kunstgalerie oder Museum ein Reiseziel von Weltklasse sein, wenn sie alle Räume und Gärten ganzjährig für Touristen öffnen würden“, erklärt Smith gegenüber dem Nachrichtenportal express.co.uk. Der Palast beherberge eine der größten Kunstsammlungen der Welt, doch das meiste bleibe verborgen. Er will ein öffentlich zugängliches Gebäude statt einer Residenz für die Monarchin dort sehen. Für Schloss Windsor gilt aus seiner Sicht ähnliches.

Doch beim Prestigegebäude in London macht der Monarchie-Gegner nicht Halt. Ginge es nach ihm, würden die britischen Steuerzahler nicht länger für die anfallenden Kosten in royalen Wohn- und Arbeitssitzen aufkommen. „Es gibt mehr als 20 königliche Residenzen und wir zahlen bei allen rund um die Uhr für die Sicherheit, das muss ein Ende haben“, legt er seine Sicht dar.

Queen Elizabeth: Ihre Kinder und Enkel leben ebenfalls in prunkvollen Anwesen

In Großbritannien ist es zudem üblich, dass auch die direkten Nachfahren des jeweiligen Regenten, in diesen verschiedenen Anwesen untergebracht werden. Smith denkt, dass ihnen dies nicht zusteht. „Was all die anderen Häuser im ganzen Land betrifft, so schulden wir Prinzessin Anne kein Haus, sie kann ihr eigenes Haus kaufen. Wir schulden Prinz Andrew oder Prinz Edward kein Haus, sie können sich ein eigenes Haus kaufen“, erklärt er. Die drei jüngeren Kinder der Queen sind anders als Prinz Charles keine direkten Anwärter auf den Thron.

„Dennoch geben wir ihnen weiterhin diese großen, extrem prunkvollen, luxuriösen Residenzen in London und anderswo auf Kosten der Steuerzahler“, schließt er. Dass Queen Elizabeth und ihre Familie tatsächlich bald aus ihren Residenzen fliegen, ist momentan trotz aller Unruhe und Forderungen sehr unwahrscheinlich. Doch in Zukunft müssen sie vermutlich zumindest mit der ein oder anderen unbequemen Frage rechnen. Ebenso unbequem dürfte auch der Megxit für die Queen gewesen sein. Meghan selbst meldete sich nun aus ihren neuen vier Wänden in Los Angeles und sprach ein ernstes Thema an.

Im Video: Seltene Einblicke in den verborgenen Teil des Buckingham Palastes in London

Ein Vorgeschmack auf das, was kommen könnte zeigt das Video oben. Ein kurzer Clip enthüllt den Weg, den die Butler zurücklegen müssen, um der Queen ihr Essen zu servieren. (mam) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

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