„Sie sollten sich was schämen“

Wut-Brief einer Hörerin an den BR begeistert das Netz - auch Schauspieler Hannesschläger

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Joseph Hannesschläger hat den Brief begeistert weitergegetragen.

Der BR hat dieser Tage einen Wut-Brief einer Hörerin veröffentlicht und sorgt damit für jede Menge Lacher. Auch bei„Rosenheim-Cops“-Star Joseph Hannesschläger, der ihn weitergetragen hat.

München - Das waren noch WIRKLICH andere Zeiten. Ein Brief an den Bayerischen Rundfunk, der aus dem Jahr 1932 stammen soll, sorgt im Netz für Gelächter. Der Sender selbst hat ihn diese Woche auf Facebook veröffentlicht.

In krakeliger Schrift beschwert sich dort eine Hörerin namens Frau Wanner beim BR. „Sehr geehrter Rundfunk! Zu meinem 80. Geburtstag am gestrigen Tage gratulierte mir der Rundfunk und dann sang Caruso die Rigoletto-Arie. Ich selber hätte es vielleicht nicht gemerkt, aber mein Neffe studiert Musik, und er hat es mir gesagt: es war gar nicht Caruso, der zu meinem achtzigsten Geburtstag gesungen hat. Es war - Sie sollten sich was schämen - eine Grammophonplatte!!“

Das Posting des BR zog weite Kreise, erntete mehr als 1.000 Likes, und der Brief wurde eifrig geteilt. Unter anderem auch von „Rosenheim-Cops“-Star Joseph Hannesschläger. Der 55-Jährige hat ihn in der geschlossenen, aber mit mehr als 25.000 Mitgliedern sehr beliebten Facebook-Gruppe „Spezialistengruppe: Musikerwitze“ veröffentlicht. 

Der Brief trifft genau den Humor des beliebten Schauspielers. „Es ist halt süß, dass die alte Dame sich betrogen fühlt, weil Caruso nicht persönlich für sie gesungen hat, sondern der Gesang von der Schallplatte kam. Und deshalb einen Beschwerdebrief zu schreiben, ist doch herrlich!“, so der 55-Jährige gegenüber unserer Onlineredaktion. „Mitte des 20. Jahrhunderts geboren, stammt sie noch aus einer anderen Zeit.“ Der Schauspieler gibt aber auch zu bedenken: „Wobei man auch sagen muss, dass in den Dreißigerjahren es wirklich noch viele Radiosendungen mit Live-Musik aus dem Studio gab.“

Nicht nur das BR-Posting, sondern auch Hannesschlägers Weitertragen in die Musikergruppe ließ die Facebook-Nutzer aus dem Häuschen geraten, mehrere Hundert Likes waren die Folge auf das Posting des Schauspielers. „Lügenpressung“, lacht ein User. „Ein unfassbarer Skandal! Aber eine schöne Schrift!“, sekundiert ein weiterer. Ein anderer belehrt: „Und sie wusste es nicht? Caruso war in 1932 seit elf Jahren verstorben...“

Ganz neu ist der Brief, der gerade so weite Kreise zieht, übrigens nicht. Der BR hatte ihn etwa schon 2012 auf seiner Homepage veröffentlicht. Und eine Abschrift fand sich auch schon vor 13 Jahren im Netz.

Deutlich neuer ist da schon der Brief, den ein Kellner bekommen hat, der sich übers Trinkgeld geärgert hatte.

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