Verbraucher im Schock

Nach dem Ende von iTunes: Apple verrät, wie es jetzt weitergeht

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Apple verkündet: iTunes wird es bald nicht mehr geben.

Apple verkündet: iTunes wird es bald nicht mehr geben. Viele User fragen sich jetzt: Was passiert nach dem Aus von iTunes mit meiner Mediathek?

Es ist ein großer Schock für die Apple-Community: Auf einer Entwicklerkonferenz in San José verkündete das Unternehmen, dass es iTunes schon ab Herbst nicht mehr geben soll. Verbraucher sind irritiert: Was tun, wenn man seine geliebte Musiksammlung nicht von vorne aufbauen möchte?

Apple: iTunes wird ersetzt - Verbraucher verunsichert

Anlass dieser Entscheidung ist das neue macOS-Betriebssystem Catalina, welches zum Herbst zur Verfügung stehen soll. Damit verbunden sind einige Änderungen - Doch keine ist überraschender als der iTunes-Verlust, den die User scheinbar verkraften müssen.

Federighi, Software-Verantwortlicher von Apple, erklärte der Community, wie die Zukunft von iTunes aussehen wird. Zukünftig soll es nämlich nicht nur eine, sondern gleich drei neue Apps geben - mit einigen wesentlichen Einschränkungen.

Apple verabschiedet iTunes: Was User jetzt wissen müssen

Apple-Zukunft: Was ist anders?

Auf Mac-Computern wird das bisherige iTunes-Programm mit dem neuen Betriebssystem verschwinden - Als Ersatz kommen drei Apps, die alle bisherigen Funktionen abdecken sollen:

  • Apple Music
  • Apple TV
  • Apple Podcasts

Diese neue Aufteilung verspricht vor allem eines: Übersichtlichkeit. Die Medienverwaltung auf iTunes habe im Laufe der Jahre seine Benutzerfreundlichkeit verloren - Immer mehr Funktionen kamen hinzu, doch eine tatsächliche Struktur blieb aus. Mit den neuen Apps soll sich das ändern.

Apple-Gesamtpaket: Musik - Fernsehen - Hörbücher

In Zukunft soll es klare Grenzen geben: Auf Apple Music werden ausschließlich Lieder gehört, auf Apple TV nur Filme und Serien geschaut und auf Apple Podcasts Hörbücher abgespielt. Es Vermischung ist dadurch ausgeschlossen.

Als allgemeiner Dateiverwalter dient der sogenannte Finder, welcher auch die Sicherung von Daten sowie die Echtzeit-Synchronisierung von iOS-Geräten ermöglichen wird. Sogar die Wiederherstellung von Dateien und die Verwaltung von Updates seien umsetzbar - Ein gute Voraussetzung für die Apple-Zukunft, wenn es da nicht die geliebten Musiksammlungen gibt.

Apple: Was passiert mit meiner iTunes-Musik?

Verbraucher können aufatmen: Seitens Apple gibt es eine klare Entwarnung - Es muss keine neue Musik gekauft werden. Sämtliche Lieder werden auf das neue Programm Apple Music übertragen. Mit dem neuen Update soll dies komplett automatisch geschehen, sodass sich Apple-User diesbezüglich keine Sorgen machen müssen.

Das gleiche Prinzip gilt auch für alle weiteren Dateien: Filme, Podcasts und sonstige Medien werden den Benutzern weiterhin zur Verfügung stehen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Dateien bei iTunes erworben oder in das Programm importiert wurden. Für beide Fälle gibt Apple grünes Licht - Doch einer kommt hier scheinbar zu kurz: Der Windows-Nutzer.

iTunes: Windows-User benachteiligt

Das Versprechen von Apple, mit den neuen Apps die ursprünglichen iTunes-Funktionen zu ersetzen, gilt nicht für alle User. Denn nicht nur für Apple-Geräte gibt es eine iTunes-Version. Wer das Medienprogramm nämlich auf seinem Windows-Gerät nutzt, wird von der Neuerung nicht betroffen sein.

Nicht-Apple-Kunden müssen weiterhin die derzeitige Version von iTunes verwenden - Weitere Updates soll es nicht mehr geben. Windows-Nutzer können deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass iTunes zwar weiterhin verwendet werden kann, jedoch von Apple nicht mehr gepflegt wird. Ähnliches soll auch für ältere Betriebssystemen von macOS gelten. Auch in diesem Fall würde iTunes zunächst unverändert bestehen bleiben.

Apple-User gespannt auf das Update

Wie die neuen Apps von der Apple-Community aufgenommen werden, bleibt abzuwarten. Sorgen um die geliebten Musiksammlungen müssen sich Verbrauchen jedoch nicht machen - Mit einem Neukauf von bereits erworbenen Medien ist jedenfalls nicht zu rechnen.

Auch interessant: US-Verbraucher klagen gegen Apple-Store - Das Oberste US-Gericht stimmte zu.

Felix Molchanov

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