19-köpfige Gruppe radelt beim „Cooperide“ nach Frankreich – Demonstration für Klima und Frieden

Mit dem Fahrrad nach Paris

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In 22 Tagen geht es beim sogenannten „Cooperide“ mit dem Fahrrad von Kopenhagen nach Paris zum Weltklimagipfel. Am Montag erreichten die Umweltaktivisten Fehmarn mit dem Fährschiff „Schleswig-Holstein“.

FEHMARN - Von Lars Braesch Am Montag gegen 10.30 Uhr kam eine 19-köpfige Gruppe von Umweltaktivisten mit dem Fährschiff „Schleswig-Holstein“ in Puttgarden an. Mit dem Fahrrad geht es nach Paris, wo am 30. November der Weltklimagipfel beginnt. „Cooperide“ nennt die Gruppe ihre Fahrradtour durch vier Länder in 22 Tagen.

Trotz der Anschläge in der französischen Hauptstadt will die Gruppe am 5. Dezember (Sonnabend) in Paris ankommen. „Wir haben viel drüber geredet. Selbst wenn der Klimagipfel abgesagt wird, fahren wir nach Paris. Unsere Tour ist eine Demonstration für Klima und Frieden“, sagte Sprecher Theo Aalders. Von seinen Großeltern hat er sich ein 30 Jahre altes Tandem geliehen und reist damit nun durch Europa. Zwischen 60 und 80 Kilometer muss die Gruppe täglich radeln, um Paris planmäßig zu erreichen.

Radfahren sei ein unabhängiges Transportmittel und frei von direkten CO2-Ausstößen. Allerdings gehen die Bestrebungen des Projektes weiter: „Cooperide“ möchte beweisen, dass Alternativen möglich sind und dass der Einsatz für einen anderen Lebensstil, der eine andere Geschwindigkeit voraussetzt, ernst genommen werden soll. Die Gruppe will 22 Tage lang auf dem Drahtesel eine Vorstellung dieses Wandels geben, der einen neuen Rhythmus verkörpere. „‚Cooperide‘ ist eine Gruppe von Menschen, die sich den Auswirkungen modernen Konsumverhaltens auf die Umwelt bewusst ist und gleichzeitig motiviert ist, neue und nachhaltige Wege für die Zukunft zu finden und zu erschaffen“, erklärte Theo Aalders auf Nachfrage. Menschen und deren Stimmen sollen entlang der Strecke zudem vereint werden.

Gestartet wurde „Cooperide“ am Sonnabend in Kopenhagen. Entlang der Strecke plant die Gruppe Veranstaltungen wie Seminare, Filmvorführungen, Workshops und Diskussionen. So würde man mit vielen Menschen ins Gespräch kommen. „Wir möchten den gescheiterten Klimagipfel 2009 mit den aktuellen Verhandlungen verbinden“, erklärte Organisatorin Hanna Burckhardt und ergänzte: „Wir werden fehmarnsche Windparks passieren und in rheinländischen Kohle-Widerstandscamps zu Gast sein. Jeden geradelten Meter und jedes schmutzige Kraftwerk bringen wir nach Paris, um zu zeigen, dass fossile Brennstoffe ein Auslaufmodell sind. Wenn wir eine lebenswerte Erde erhalten wollen, gibt es nur einen Weg: Kohle und Öl im Boden zu lassen. Für diese Botschaft strampeln wir.“

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