Die Mittelzentrumsholding und der "Spaß" mit dem Spaßbad:

600000 Euro Minus im "FehMare"?

FEHMARN - Von Heiko Witt  - Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld will offenbar bauliche Mängel geltend machen beim „FehMare“. Denn die Mittelzentrums Holding Wahlstedt (MZH), deren Aufsichtsratsvorsitzender Schönfeld ist, macht laut „Segeberger Zeitung“ rund 600000 Euro Minus. „Das FehMare hatte erhebliche Baumängel, die gerade in der Anfangsphase zu negativen Reaktionen der Besucher geführt haben“, sagt Schönfeld.

„Die bauliche Ausstattung hat die Stadt Fehmarn geliefert - und damit hat sie auch diese Mängel zu verantworten“, wird Schönfeld in der Segeberger Zeitung zitiert. „Das kann ich nicht nachvollziehen“, sagt dazu Fehmarns Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt, „ich habe der MZH ein vernünftiges Pachtobjekt in einem Wert von 13 Millionen Euro übergeben. Es fand eine korrekte Übergabe statt. Und die MZH zahlt jetzt eine jährliche Pacht von 100 Euro plus Mehrwertsteuer.“

79 000 und 71000 Besucher kamen in den ersten beiden Jahren in das Spaßbad, das der MZH Wahlstedt so gar keinen Spaß macht. Bei 130 000 sollen einmal die Prognosen gelegen haben, so die Segeberger Zeitung.

Auf Fehmarn hatte die MZH „hanseatisch“ 100000 Besucher prognostiziert - auch ohne Luxushotel nebenan.

„Wir arbeiten an einer vernünftigen Lösung mit der Pächterin“, saft Fehmarns Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt.

Die Stadt gibt jährlich einen Verlustausgleich von 92000 Euro für die öffentliche Nutzung von Toiletten sowie der Möglichkeit für die DLRG und die Schulen, Schwimmunterricht durchzuführen.

Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld, erst seit zwei Jahren im Amt, hält es laut Segeberger Zeitung für unfassbar, dass zwei Kommunen (Segeberg und Wahlstedt) für ein weit entferntes Spaßbad ein solches Risiko übernommen hätten.

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