Hauptausschuss will heute über Himmelfahrt und Pfingsten gemachte Erfahrungen bewerten

Abstand – aber wie?

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Dicht gedrängt suchten sich die Altstadtbesucher über Pfingsten ihren Weg auf den beengten Fußwegen. 

Fehmarn – hö – Was bei der Sitzung der Stadtvertretung in der Mensa der Inselschule noch reibungslos klappte, funktioniert in einer über die Pfingsttage gut frequentierten Burger Altstadt nur begrenzt: den coronabedingten Abstand einzuhalten. Die von der Stadt Fehmarn aufgestellten Hinweisplakate „Mit Maske bist Du mit Abstand die Schönste“, die um die Einhaltung eines 1,5 Meter umfassenden Mindestabstands zwischen Personen bitten, sind gut gemeint, in Anbetracht beengter Fußwege aber nur schwer zu realisieren.

Die Maßnahme der Stadt Fehmarn, den Fahrradweg Am Markt und in der Breiten Straße zu sperren, um über Pfingsten den Fußgängern ein wenig mehr Freiraum zu geben (wir berichteten), stieß in der Stadtvertretung nicht überall auf Gegenliebe. Christiane Stodt-Kirchholtes (Grüne) fand es „befremdlich und absurd“, die Innenstadt für Radfahrer zu sperren, den Straßenverkehr hingegen nicht einzuschränken. „Es ist nicht so einfach, weil es eine Landesstraße ist“, machte Bürgermeister Jörg Weber (SPD) deutlich, dass es schwierig sei, eine Genehmigung über mehrere Tage zu bekommen. Für Margit Maaß (CDU) ist die Maßnahme ein „Signal in die falsche Richtung“, und sie verwies darauf, dass eine Straßensperrung für das Stadtfest auch keine Probleme machte. Hans-Peter Thomsen (WUW) erinnerte daran, dass die beengten Fußwege vor den Geschäften das eigentliche Problem seien.

Einen Schlussstrich unter die Diskussion zog schließlich Lars Hviid (FWG) mit dem Hinweis auf die heute um 17 Uhr im Senator-Thomsen-Haus stattfindende Sitzung des Hauptausschusses, dessen Vorsitzender er ist. Die Zeit über Himmelfahrt und Pfingsten habe die Stadt Fehmarn bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen zur Ausbreitung des Coronavirus „zum Üben“ nutzen wollen, um auf Grundlage dieser Erfahrungen im Hinblick auf die gesamte Saison „am Dienstag bessere Entscheidungen“ treffen zu können.

Lehren aus den Negativerfahrungen des Himmelfahrtwochenendes, als es Wildcamper zuhauf gab, hatte die Stadt Fehmarn bereits vor Pfingsten gezogen und für Zufahrtstraßen zu beliebten Hotspots Halteverbote sowie auf Parkplätzen Übernachtungsverbote ausgesprochen.

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