Absturz, der wohl gar kein Absturz war

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Zahlreiche Einheiten waren an einer groß angelegten Suchaktion für ein vermeintlich abgestürztes Flugzeug beteiligt.

Großenbrode – arj/hö – Ein vermeintlicher Flugzeugabsturz über der Ostsee im Bereich Großenbrode, Dahme, Grömitz hielt am Montag ab 10 Uhr zahlreiche Rettungskräfte in Atem. Gegen 14.30 Uhr wurde die Suche ergebnislos eingestellt, da es keine Anzeichen gab, dass es wirklich einen Absturz gegeben hat.

Alarmiert worden waren Einsatzkräfte durch die Rettungsleitstelle. Ein Augenzeuge auf einem Campingplatz in Lensterstrand in der Gemeinde Grömitz hatte einen vermeintlichen Flugzeugabsturz beobachtet. Sofort wurde eine große Suchaktion eingeleitet, an der auf See Marineeinheiten, Wasserschutz- sowie Bundespolizei, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Luftwaffe und der Rettungshubschrauber Christoph 12 beteiligt waren.

Alles in allem war es eine unübersichtliche Lage, da die Deutsche Flugsicherung dem Einsatzleiter der Feuerwehr Grömitz, Finn Hennings, den Absturz eines Sportflugzeuges bestätigte. Nach Mitteilung der Polizei hatte die Marine im Seegebiet vor der ostholsteinischen Küste eine Übung abgehalten, an der auch drei Sportflugzeuge als Zieldarsteller beteiligt waren. Nach einem Hinweis vom Flottenoberkommando aus Glücksburg, das Radarbilder ausgewertet hatte, sei dann die Suchaktion in den Bereich Großenbrode und Fehmarn verlegt worden, berichtete Finn Hennings.

DGzRS-Sprecher Ralf Baur berichtete dem FT, dass die Seenotretter mit vier Einheiten im Einsatz waren. Hinzu kamen die Korvette „Oldenburg“, die die bei guter Sicht und ruhiger See durchgeführte Aktion vor Ort koordinierte, und ein SeaKing-Hubschrauber der Marine sowie Einheiten der Bundes- und Wasserschutzpolizei. Sogar die in der Nähe befindliche Linienfähre „Stena Gothica“ habe ihren Kurs geändert und sich an der Suche beteiligt, so Baur, der weiter mitteilt: „Wir haben weder Wrackteile noch andere Hinweise auf einen Absturz gefunden.“

Eine Nachfrage des FT beim Presse- und Informationszentrum der Marine in Rostock hatte bereits gegen 13 Uhr ergeben, dass die Marine keine Flugzeuge vermisse. Alle an der Übung beteiligten Flugzeuge seien wohlbehalten gelandet.

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