Mirko Kaminskis Bilderbuchkarriere

„achtung!“: Fehmaraner gewinnt PR-Preis

Geschäftsführer Mirko Kaminski (r.) mit den weiteren Mitgliedern seiner Geschäftsleitung bei der Preisverleihung in Wiesbaden. Es gab den deutschen PR-Preis.

FEHMARN (wi) • Ein gebürtiger Fehmaraner hat jetzt den deutschen PR-Preis bekommen, die höchste Auszeichnung in Kommunikations- und Werbebranche. Der 35-jährige Mirko Kaminski und seine Agentur „achtung ! Kommunikation“ wurden im Rahmen einer exklusiven Gala im Kurhaus Wiesbaden geehrt.

An der Gala nahmen neben einigen weiteren Agenturen und Unternehmen auch Familienministerin Ursula von der Leyen („Kommunikatorin des Jahres“) und Prof. Dr. Wolfgang Reitzle, Vorstandsvorsitzender der Linde AG („Deutscher Image Award“) vor mehreren hundert Gästen Auszeichnungen in Empfang.

Mirko Kaminski war natürlich überglücklich, diese höchste Auszeichnung bekommen zu haben. Schon vor zweieinhalb Jahren hatte seine Agentur den „PR Re-port Award“ gewonnen. „Für uns eine große Ehre. Das macht mich und die gesamte Agentur wirklich stolz“, so Kaminski gestern gegenüber unserer Zeitung. Kaminskis Agentur gewann den Deutschen PR Preis in der Kategorie „Business to Business“ für eine Kommunikationskampagne, die die Agentur für das Pharmaunternehmen AxiCorp mit Sitz in Bad Homburg entwickelt und umgesetzt hatte. Dabei war das Ziel, für das Unternehmen weitere Apotheken als Vertriebspartner zu gewinnen und zudem umfassende Medienberichterstattung in Apotheker-Fachmedien zu erzielen. Die Kampagne fruchtete: Axicorp steigerte die Zahl der Vertriebspartner in nur einem Jahr von 5 000 auf nahezu 8 000 und verdoppelte zudem den Umsatz.

Medienerfahrung sammelte Kaminski – er machte 1991 Abitur am Insel-Gymnasium – bereits auf Fehmarn, wo er für das Fehmarnsche Tageblatt als freier Mitarbeiter schrieb. Von 1991 bis 1994 war Mirko Kaminski auf Terminen unterwegs. Vom Feuerwehrfest bis zur Gästeehrung, aber er schrieb auch schon spannende Reportagen. Außerdem schrieb es für das Bauernblatt Schleswig-Holstein – während seiner Ausbildung zum Bankkaufmann. Während seines Studiums der Politik, der Sozialpsychologie und des Öffentlichen Rechts in Kiel engagierte er sich dann bei R.SH, um sein Studium zu finanzieren. Zu hören war er als „rasender Reporter“, Nachrichtensprecher und auch Co-Moderator von Carsten Köthe. Zuletzt war er als Produzent der Morgensendung bei dem Radiosender tätig. Als weitere Stationen folgten die Position als Kommunikationsberater bei einer Frankfurter Agentur und der Job als Pressesprecher bei der Citibank in Düsseldorf.

45 Mitarbeiter in Hamburg und München

2001 machte sich Kaminski selbständig und gründete „achtung ! kommunikation“. Die Agentur beschäftigt heute 45 Beraterinnen und Berater und unterhält neben dem Hauptsitz in Hamburg eine Niederlassung in München. Das internationale PR-Fachmagazin Holmes Report bezeichnete die Agentur kürzlich als „one of the hottest pr firms in Germany“, als eine der „heißesten Agenturen Deutschlands“. Zu den Kunden zählen ebay, Teekanne, Volvic, funny-frisch, Die Bahn, comdirect bank und Deutscher Ring. Im vergangenen Jahr steigerte die Agentur den Honorarumsatz um 30 Prozent. Das ist auch das Ziel in diesem Jahr. Für die Zukunft nimmt sich Kaminski als Agenturinhaber und -geschäftsführer die Gründung weiterer Niederlassungen im Bundesgebiet und den Zukauf von Spezialagenturen vor, die das Dienstleistungsspektrum von „achtung !“ abrunden sollen. Gefragt nach dem Erfolgsrezept antwortet der 35-Jährige: „Wir sparen uns dieses abschreckende und unwichtige Agenturbrimborium. Es gibt keine Schaumschlägerei, sondern klare Versprechen und Maßnahmen. Außerdem setzen wir auf Persönlichkeit. Herzlichkeit und Bodenständigkeit habe ich von Fehmarn in die Agenturenwelt mitgenommen.“

Auf Fehmarn findet er mit seiner jungen Familie heutzutage Erholung vom Job. Mit seiner Frau Katrin und den Kindern Paul (2 ¾) und Ida (6 Monate) verbringt der leidenschaftliche Angler nahezu jedes Wochenende auf der Insel. „Ich brauche die Ostsee. Und obwohl ich mir früher immer gewünscht habe, irgendwo im Ausland zu arbeiten, zieht es mich jetzt immer stärker nach Fehmarn.“

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